L'Alpe

L’Alpe 01 : Alpenmenschen

L’Alpe wurde für eine Leserschaft konzipiert, die an Fachwissen interessiert ist und nach dem Sinn der Dinge fragt. Sie ist die erste Zeitschrift, die sich ausschließlich der europäischen Alpinkultur und dem alpinen Kulturerbe widmet. Ihr Bestreben ist es, zu informieren und einen Gedankenaustausch über die nationalen und die sprachlichen Grenzen hinweg zu fördern. Als Forum für Entdeckungen und für Emotionen interessiert sich L’Alpe für all die, denen es zwischen Donau und Rhône gelang, sich an eine einzigartige Umwelt anzupassen. Zwischen Buch und Zeitschrift angesiedelt ist sie wie ein Buch charakterisiert durch tiefgründige Abhandlungen über ein Schwerpunktthema, analytische Klarheit, ein hohes Qualitätsniveau und sie hat sich einen Namen gemacht durch Autoren von Rang. Als Zeitschrift zeichnet sie sich aus durch eine vierteljährliche Erscheinungsform, die gewährleistet, Diskussionen zu führen, besticht durch eine reichhaltige Bildauswahl, ist charakterisiert durch die unersättliche Neugierde des Journalismus und eine notwendigerweise didaktische Herangehensweise. Obgleich l’Alpe auf einem bestimmten Wissensniveau aufbaut, handelt es sich dennoch um keine wissenschaftliche Zeitschrift. Sie verwendet die Beiträge der Geschichte, der Geographie, der Archäologie, der Ethnologie etc., um so den Spuren, die die Menschen in dieser Gegend hinterlassen haben, einen Sinn zuzuweisen. Gleichzeitig steht sie auch Diskussionen über die Zukunft der Alpen und der Berge der Welt offen gegenüber.

HERKUNFT DES WORTES ALPE

Ursprünglich aus dem Gallischen stammend, bezeichnet das Wort « Alpe » die Berg-Zivilisationen. Davon in alle Idiome abgewandelt (wie Alm, Arp usw.), wurde es im Laufe der Zeit weiter verformt und je nach Gebiet unterschiedlich angewandt. Auf der Suche nach dem Ursprung.

DAS GRAS UND DER SCHÄFER

Zwischen 1400 und 2800 Metern Höhe besteht die alpine Landschaft von Natur aus hauptsächlich aus Grasland ; ohne Gras keine pflanzenfressenden Tiere, ohne pflanzenfressende Tiere keine Menschen in den Bergen. Gras ist jegliche Voraussetzung, ursprüngliches Erbgut der Alp.

MORGENDÄMMERUNG DER WELT : DIE ERSTEN SCHÄFER DER ALP

Zur Zeit des Neolithique begann der Mensch, die Natur zu zähmen, was ihn dazu brachte, auch Höhengebiete zu investieren. 5000 Jahre vor unserer Zeit   » erfanden   » die ersten Alpenschäfer die Almweiden mit ihren Herdenwanderungen. Neueren Forschungsmethoden nach zur Folge, zeugen die Grotten-Schäfereien als Bestandteil einer richtiggehenden Hirtenwirtschaft von einem erstaunlichen Verwaltungsvermögen einer großen Anzahl von Tieren.

DIE EROBERUNG DER ALM

Von Hochtälern ausgehend,   » kolonisieren   » die alpinen Pioniere ab dem Mittelalter die Hänge, holzen mühsam Wälder ab, um Weideland zu erschließen. Im Laufe dieser unglaublich fruchtbaren Periode bidet sich ein durchstrukturierter Völkerbund in den Alpen. Der Beaufortain stellt ein typisches Beispiel dar für die Aneignung dieses wesentlichen Lebensraumes durch eine Bergbevölkerung.

DER FEUERSTAB

Von gemeinschaftlichen Traditionen, karakteristisch für alpine Völker, sind wenig materielle Spuren zurückgeblieben. Um so interessanter macht dies den Stab der Feuerwache aus dem Hochsavoyen-Flecken Passy in der Gemeinde Sixt-Fer-à-Cheval.

DAS ALPINE PARADOX

Entgegen ihrem Ruf kapselten die alpinen Volksstämme sich niemals ab. Dies beweisen neuere ethnologische Forschungen, welche auf Menschen mit höherer Bildung hinweisen, wissensbegierig, anpassungs- und darüber hinaus weiterentwicklungsfähig in ihrer Lebensart angesichts einer schwierigen Umwelt. Im Grunde eine auf den ersten Blick verschlossene, jedoch der Welt gegenüber aufgeschlossene Gegend.

DIE WIEDERERSTANDENEN ALPEN ?

Gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts gibt es erste Andeutungen einer anderen Art von Alpen-Eroberung. Nach dem Sturm auf die Almen kolonisiert der Mensch nun die Berge durch Wasserwerke. Riesige Baustellen verändern von Grund auf die Landschaft, welche nun eine neuartige Geometrie aufweist. Sowohl Umgebung, als auch traditionelle Lebensweise der Bergmenschen werden erschüttert. In Italien baut die Firma Girola Staudämme und Kraftwerke, beobachtet von dem Photographen Antonio Paoletti.

WER HAT DEN ALPEN-TROTTEL GETÖTET ?

Eine Feststellung zwängt sich auf : weit entfernt von jeglicher Ignoranz, haben die Bewohner der alpinen Hochtäler im Laufe der Zeit eine bessere Bildung erlangt als diejenigen des Flachlandes. Eine seit langem beobachtete Erscheinung, unterstützt durch seriöse Studien, und seltsamerweise begründet durch die harten Lebensbedingungen der Almmenschen.

« NACHDEM ICH LAUFEN GELERNT HATTE » : EINE KINDHEIT IM AOSTA-TAL

Die Welt erhebt sich langsam aus den Trümmern des zweiten Weltkrieges, den italienischen Bergbewohnern jedoch steht der große Umschwung noch bevor. Mit sichtlicher Freude erzählt Simon Grangeat von Arbeitsbedingungen und Tagesablauf eines valdotanischen Bauernsohnes, welcher, ohne es zu ahnen, die letzten Stunden einer uralten Gesellscheft miterlebt. Eine Alltagsschilderung der Almmenschen, welche auf das Ende eines Volkes deutet. Eine ausführliche Beschreibung der Almmenschen bietet ihnen Jean-Claude Duclos im hinteren Teil dieser Ausgabe.

UND DER MENSCH ERFAND DEN MONT-BLANC

Im Rahmen der Interreg-Progamme hat die europäische Kommission es ermöglicht, mehrere Fernseh-Dokumentarfilme zu realisieren über sechs emblematische Berufe rund um den Mont-Blanc. IM Wallis, Aosta-Tal und den beiden Savoyen offenbaren sich Bergführer, Wirte, Holzfäller, Heilkräutersammler, Pferdehändler und Kuhglocken-Hersteller vor der Kamera.

ALPEN ANDERSWO. TRÄGER AUS DEM NEPAL : MARSCHIEREN UND LEIDEN

In den Alpen des neunzehnten Jahrhunderts ließen sich reiche englische Touristen von Trägern aus Chamonix, dem Dauphiné oder dem Wallis begleiten, um die   » magischen   » Berge zu erklimmern. Heute stürzen sich westliche Alpinisten auf der Suche nach Exotismus und unbestiegenen Gipfeln auf weitentfernte Massive. Im Nepal kann man gegen wenige Rubel die Dienste von Männern erkaufen, welche niemals auf der Titelseite einer Bergzeitschrift erscheinen werden. Wiederausgleichung.

ALMMENSCHEN

Die neue Permanent-Ausstellung des Musée Dauphinois (Heimatkundemuseums) kann auf ein reiches Erbgut zurückgreifen, um die ungezwungenen Tage der Berggemeinschaften zu schildern. Vom Wohnen bis zu den täglichen Gesten, von der Landarbeit bis zu den alltäglichen Gebrauchsgegenständen, handelt es sich hier um die Entdeckung einer eigenständigen Zivilisation, reich und eng verbunden. Ungefähr dreitausend Jahre trennen die Schäfer der Urzeit von unseren heutigen pluridisziplinären Landwirten. Hier die Schilderung der Almmenschen, welchen es gelungen ist,dank Hartnäckigkeit, Kühnheit, Beweglichkeit, Aufgeschlossenheit, Kreativität, Toleranz und Einfallsreichtum die harte Hochgebirgs-Natur zu bezwingen. Beispiel einer totalen Anpassung an die durch Relief und Höhe bedingten Zwänge, hat ihre Lebensweise Jahrhunderte überdauert, bevor sie von der Moderne erschüttert wurde. L’Alpe war es sich schuldig, schon in seiner ersten Ausgabe die Almmenschen zu huldigen, deren Erinnerung uns heute unendbehrlich ist. Ausstellungsbesichtigung.

GIPFELJUNGFRAUEN

Verankert zwischen Himmel und Fels, Hüterinnen der Gipfel und Zeuginnen der Leidenschaft, mit welcher die Berführer sie hinauftrugen, so wacht eine Kollektion von metallenen und hölzernen Jungfrauen über ihre Bergbewohner. Junge Ausdrucksweise uralten Glaubens.

1248 : NATUREREIGNIS ODER WUNDER, DER EINSTURZ DES GRANIER BERGES

Unter allen Naturkatastrophen, die das Abendland im Mittelalter heimsuchten, war der Einsturz des Savoyen-Berges Granier eine der tödlichsten. Seine Auswirkungen werden durch Berichte aus jener Zeit reichlich belegt.

ICH BEWEINE DAS VERLORENE GEBIRGE !

Im Herbst letzten Jahres löste sich eine breite Fläche fahlroten Granits aus der Westwand der Drus, Teile von herrlichen Kletterwegen mit sich reißend. Seitdem träumen viele Alpinisten von diesem   » unbeschriebenen Blatt «  , welches ihre Kletterphantasien anregt.

IN DER TASCHE DES SCHÄFERS, DIE SONNENUHR

Den Ablauf der Zeit zu beherrschen, ist seit jeher fundamentales Bedürfnis des Menschen. Seit der frühesten Antike erfand der Mensch Möglichkeiten, sie einzufangen. Universell und in unterschiedlichsten Formen war die Sonnenuhr eines der meistgebrauchtesten Instrumente. Es existierten sogar tragbare Modelle für Reisende und Schäfer. Ein ebensolches schenkt L’Alpe seinen Abonennten.

EINGELADENES MUSEUM : DAS SLOWENISCH-ETHNOGRAPHISCHE MUSEUM AUS LJUBELJANA

Die Slowenie wird auch als   » kleines Europa   » bezeichnet, ein Hinweis auf seine geographische Lage und historische Rolle als Treffpunkt der slawischen, lateinischen, germanischen und finnländisch-ungarischen Kulturen. Man vergißt darüber oft, daß sie sowohl Alpen- als auch Mittelmeereinfluß besitzt. Von Sawinja-und Julienne-Alpen umgeben, ist die Hauptstadt Ljubeljana selbst eine alpine Stadt und ihr ethnographisches Museum bietet reichlich Zeugnisse sowohl dieser Zugehörigkeit als auch der Vielfalt kultureller Einflüsse.

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