L'Alpe

L’Alpe 02 : die alpen überqueren

L’Alpe wurde für eine Leserschaft konzipiert, die an Fachwissen interessiert ist und nach dem Sinn der Dinge fragt. Sie ist die erste Zeitschrift, die sich ausschließlich der europäischen Alpinkultur und dem alpinen Kulturerbe widmet. Ihr Bestreben ist es, zu informieren und einen Gedankenaustausch über die nationalen und die sprachlichen Grenzen hinweg zu fördern. Als Forum für Entdeckungen und für Emotionen interessiert sich L’Alpe für all die, denen es zwischen Donau und Rhône gelang, sich an eine einzigartige Umwelt anzupassen. Zwischen Buch und Zeitschrift angesiedelt ist sie wie ein Buch charakterisiert durch tiefgründige Abhandlungen über ein Schwerpunktthema, analytische Klarheit, ein hohes Qualitätsniveau und sie hat sich einen Namen gemacht durch Autoren von Rang. Als Zeitschrift zeichnet sie sich aus durch eine vierteljährliche Erscheinungsform, die gewährleistet, Diskussionen zu führen, besticht durch eine reichhaltige Bildauswahl, ist charakterisiert durch die unersättliche Neugierde des Journalismus und eine notwendigerweise didaktische Herangehensweise. Obgleich l’Alpe auf einem bestimmten Wissensniveau aufbaut, handelt es sich dennoch um keine wissenschaftliche Zeitschrift. Sie verwendet die Beiträge der Geschichte, der Geographie, der Archäologie, der Ethnologie etc., um so den Spuren, die die Menschen in dieser Gegend hinterlassen haben, einen Sinn zuzuweisen. Gleichzeitig steht sie auch Diskussionen über die Zukunft der Alpen und der Berge der Welt offen gegenüber.

Ötzi : Was wollte er nur dort oben ?

War der Eismensch nur ganz einfach unterwegs oder floh er vor einer Gruppe Angriffslustiger ? Nach den jüngsten Entdeckungen über diese einzigartige Tiroler Mumie, wird hier ein ganz gewöhnlicher Bergbewohner geschildert, dessen Leben sich von dem unserer Grosseltern im Grunde gar nicht so sehr unterscheidet.

Römerstrassen : Die Peutinger Tafel

Die Peutinger Tafel, ein bemerkenswertes Dokument, war für die Reisenden des römischen Reichs, was die Michelin-Karten für moderne Autofahrer sind. Diese schematische Darstellung der antiken Routen überrascht unweigerlich und der Laie ist hier sozusagen mit seinem Latein am Ende… Doch sogar die Routen zur Überquerung der Alpen sind auf dieser   » Karte   » zu lesen. Erklärungen und Interpretation.

Die Grossen Pässe : Pläne der Geopolitik

Und so gestaltete die Geschichte die Geographie der Alpen… Das heutige Verkehrsnetz und die grossen transalpinen Routen sind keineswegs ein Werk des Zufalls. Alles beruht auf Politik und Handel… Jahrhundertelang haben Wanderhirten, Händler, Pilger und Soldaten steilen Hängen, Abgründen und Lawinen getrotzt, um die Pässe zu überqueren und auf die andere Seite der Alpen zu gelangen. Zu Beginn der Neuzeit hat man diese antiken Routen durch Strassen ersetzt, über die sich Karawanen und Postkutschen im Rhythmus der Kriege und Allianzen aus einem Land in das andere wälzten. Grösse und Dekadenz der transalpinen Routen.

Die Überquerung der Alpen, mit der Feder beschrieben

Von Petrark bis Bourrit, zahlreiche Geistes- und Naturwissenschaftler brachten anlässlich einer Überquerung der Alpen Ihre Reiseeindrücke zu Papier. Wertvolle Zeugenaussagen, die gleichzeitig Gefühle wie   » köstlichen Schrecken   » und   » fürchterliche Freude   » schildern und Meilensteine für die Entstehung   » eines Gefühls von Gebirge   » im Laufe der Jahrhunderte darstellen. Eine Auslese.

Auf Befehl des Königs : die Route von Nizza nach Turin. In weniger als 4 Jahren wurde, ab 1910, die Route Royale zwischen Turin und Nizza gebaut, ein kolossales Werk, den Bergen zum Trotz, das   » nicht so teuer war, wie ein einziges Jahr Krieg «  , vor allem aber eine Verkehrsverbindung, die weit mehr Einfluss hatte auf den Wandel der Mentalitäten als die blossen wirtschaftlichen Herausforderungen.

Tunnel : industrielle (R)Evolutionen

Zu Beginn des XIX Jahrhunderts, mitten im politischen Entstehen Europas, kommt die Eisenbahn, genau im richtigen Augenblick. Die Annäherung zwischen den Ländern im Norden und im Süden wird zu einer wirtschaftlichen Notwendigkeit. Eisenbahnlinien schlängeln sich durch die Alpen, Brücken überqueren die Täler, es werden Tunnel gebaut, die Landschaft wird vollkommen verändert. Dieser brutale Eingriff der Modernität verändert tiefgreifend und unwiderruflich nicht nur die Geographie der Alpen sondern auch ihre Menschen.

Sankt Gotthard : Der Preis für Internationalismus

Sie hat mehr als zwei hundert Arbeitern sowie deren beiden Chefs das Leben gekostet. Der Bau der Eisenbahnlinie des Sankt Gotthard, dem Bindestrich zwischen der Schweiz, Deutschland und Italien, wird 1872 in Angriff genommen. Zehn lange Jahre harter Arbeit wird es dauern bis unter den Alpen ein Tunnel von 15 km Länge gegraben ist, eine bedeutende Etappe in der Geschichte der transalpinen Verbindungswege und der Klassenkämpfe gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts.

Reise in das Schweizer Transportmuseum

Man muss es gesehen haben, das Luzerner Museum, wenn immer man das Thema Transportwege in den Alpen anschneidet… Alles was rollt, fliegt, schwimmt scheint sich in den grossen Hallen aus Glas am Ufer des Vierwaldstättersees im Herzen von Helvetien verabredet zu haben. In den vier Jahren seines Bestehens ist das Museum ständig gewachsen, hat zahlreiche Neuerungen eingeführt, bietet Attraktionen in grosser Vielfalt und eine Reise durch die Zeiten, regt aber auch zu Überlegungen für die Zukunft an.

Der Grosse Sankt Bernhard : Die Soldaten des Schnees

Sie wurden von einem Prinzen vom Wehrdienst befreit und von einem Kaiser zu den   » Soldaten des Schnees   » befördert, die   » Marroniers   » des Grossen Sankt Bernhards. Dieses Privileg einiger Bewohner auf der italienischen Seite dieses grossen Passes der Alpen wurde 1927 aufgehoben. Die Augenzeugenberichte der letzten dieser Bergführer lassen ergreifende Erinnerungen wiederaufleben.

Brenner : die Ostroute

Lebenswichtige Verkehrsader für den Handel zwischen den Staaten im Norden und den Gegenden im Mittelmeerraum, genau zwischen Österreich und Italien liegt der Brennerpass, ein Pass, der seit Urzeiten unzählige Male überquert wurde. Auch wenn die Karrentreiber des Mittelalters damals für die Täler Reichtum bedeuteten, so bringt heute der ununterbrochene Verkehr eher Belastungen. Diagnose einer (Verkehrs)Ader, der eine Thrombose droht.

Die Durchquerung von Europa morgen

Werden die Alpen im XXI Jahrhundert im Verkehr der Autos und Lastwagen ersticken ? Regelmässig warnen Wirtschaftsexperten, Umweltschützer und Politiker aller Länder der Alpen. Dabei ist die natürliche Grenze, die sich zwischen Wien und Nizza erhebt, schon lange kein Hindernis mehr für den internationalen Austausch zwischen Nord- und Südeuropa. Ausschau.

Dabei gewesen : 48 Stunden mit André, Fernfahrer

Die Alpen zu überqueren ist nicht unbedingt ein Abenteuer. Fernfahrer tun dies bis zu zwei mal in der Woche. Eine transalpine Spazierfahrt zwischen dem französischen Dauphiné und dem italienischen Piemonte mit 380 PS unterm Hintern, im Rhythmus des Chrono-Tachographen, mit vorgeschriebenen Pausen, Lieferungen und Aufnahme von Ladungen. Auf dem Asphalt hat man eine veränderte Sicht auf die alpine Barriere.

Portfolio : Die Alpen im Visier

Die Entwicklung des Fremdenverkehrs folgte dem Bau der wichtigen Verkehrswege durch die Alpen auf dem Fusse. Von der Schweiz bis in die Slowakei, von Frankreich bis nach Österreich, haben die grössten Transportgesellschaften wahre Künstler damit beauftragt, Plakate zu entwerfen, die Besucher in die Berge locken. Reise im Sonderangebot…

Gastronomie : Rund um die Nudel

Nichts ist heutzutage banaler als ein Nudelgericht. In manchen Alpentälern waren Nudeln jedoch jahrhundertelang das Grundnahrungsmittel. Um Abwechslung in die Monotonie eines fast täglichen Gerichts zu bringen, haben die Alpenländler für diesen Brotersatz zahllose Varianten in Form, Farbe und Geschmack erfunden. Zum Thema Feinschmecker im Ubaye-Tal.

Es war einmal… der magische Kreis

Wenn man in die Welt der Legenden der Alpen eindringt, dann eröffnet sich ein kostbarer Schrein der Erinnerungen. Erinnerungen der verschiedensten Art : Erinnerungen junger und alter Menschen, von Frauen und Männern, Bergbewohnern und Städtern, Familien und ganzer Dörfer. Selektive Erinnerung, kollektive Erinnerungen. Der Reichtum der mündlichen Überlieferungen eines Volks hängt allein davon ab, wie weit es seiner kulturellen Identität, seinem Kulturgut, eine epische Form zu geben vermag und diese zu überliefern versteht. Das Märchen der Alpen.

Alpen, woanders : im Land des goldenen Vlies

Ushguli. Kaukasus. Ein mittelalterlich anmutendes Dorf. Drei hundert Einwohner, von der Welt abgeschnitten, in 2400 m Höhe. Ein Bergvolk, heute vom sowjetischen System verlassen und von Tbilissi vergessen, der Hauptstadt Georgiens, viel zu arm, um sie in irgend einer Weise zu unterstützen. In der Geschichte hin- und hergerissen… Dort lebt Pridon Nijaradze, ein sonderbarer Mensch, Künstlerphänomen, Visionär am Rande der geistigen Umnachtung… Von dieser Welt angezogen, haben zwei Franzosen einen ganzen Winter unter diesen Menschen verbracht, ihr Alltagsleben gefilmt, die Kargheit ihrer Existenz, ihre Traditionen, ihre Hoffnungen und Zweifel. Sie haben einen wunderschönen Film mit zurückgebracht, Ushguli, der kürzlich auf den Filmfestspielen in Autrans prämiert wurde. Fotoreportage…

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