L'Alpe

L’Alpe 20 : kinder der berge

Übersetzung : Brigitte Hanemann

L’Alpe wurde für eine Leserschaft konzipiert, die an Fachwissen interessiert ist und nach dem Sinn der Dinge fragt. Sie ist die erste Zeitschrift, die sich ausschließlich der europäischen Alpinkultur und dem alpinen Kulturerbe widmet. Ihr Bestreben ist es, zu informieren und einen Gedankenaustausch über die nationalen und die sprachlichen Grenzen hinweg zu fördern. Als Forum für Entdeckungen und für Emotionen interessiert sich L’Alpe für all die, denen es zwischen Donau und Rhône gelang, sich an eine einzigartige Umwelt anzupassen. Zwischen Buch und Zeitschrift angesiedelt ist sie wie ein Buch charakterisiert durch tiefgründige Abhandlungen über ein Schwerpunktthema, analytische Klarheit, ein hohes Qualitätsniveau und sie hat sich einen Namen gemacht durch Autoren von Rang. Als Zeitschrift zeichnet sie sich aus durch eine vierteljährliche Erscheinungsform, die gewährleistet, Diskussionen zu führen, besticht durch eine reichhaltige Bildauswahl, ist charakterisiert durch die unersättliche Neugierde des Journalismus und eine notwendigerweise didaktische Herangehensweise. Obgleich l’Alpe auf einem bestimmten Wissensniveau aufbaut, handelt es sich dennoch um keine wissenschaftliche Zeitschrift. Sie verwendet die Beiträge der Geschichte, der Geographie, der Archäologie, der Ethnologie etc., um so den Spuren, die die Menschen in dieser Gegend hinterlassen haben, einen Sinn zuzuweisen. Gleichzeitig steht sie auch Diskussionen über die Zukunft der Alpen und der Berge der Welt offen gegenüber.

Wenn es keine Berge mehr gäbe ?
Die kleinen italienischen Schüler wären völlig hilflos. Davon zeugt, bisweilen sehr emotional, diese kürzlich im Aostatal durchgeführte Umfrage. Wenn die Berge und die Wunder ihres täglichen Lebens wie von Zauberhand verschwänden, dann kämen sich die Kinder der Berge wie Waisenkinder vor.

Ich, Adeline, Hebamme
Tausende von Babys sind mit der Hilfe von Adeline Favre auf die Welt gekommen. Die 1907 geborene Walliserin hat ein halbes Jahrhundert lang Frauen bei der Geburt beigestanden. Unter den schwierigen Bedingungen in den Bergdörfern wo traditionell die Stellung der Frau schwierig war. Ihr Zeugnis ist das Thema einer Veröffentlichung, die bei den Editions Monographic (Sierre) erschien unter der Leitung von Yvonne Preiswerk. Ein Auszug dieses Werks führt in die Erzählungen von Adeline ein.

In der Handwerksschule
Für die Lehrlinge von früher war das Erlernen eines Berufes kein Kinderspiel. Die Ausbildung der zukünftigen Gesellen erfolgte unter der patriarchalischen Zuchtrute eines Handwerksmeisters. Bei den praktischen Arbeiten und der Hilfe bei den täglichen Verrichtungen zählte man weder die Stunden noch die Ohrfeigen. Auf diese Art und Weise wurde das Wissen (und Lebensweisheiten) über Jahrhunderte hinweg weitergegeben, in der Dauphine wie anderswo.

Auf in den Ruß !
Der kleine Schornsteinfeger gehört zur alpinen Tradition. Aber hinter dem volkstümlichen Bild des lächelnden, völlig rußverschmierten Jungen und mit der roten Kappe verbirgt sich ein schwarzer Roman à la Dickens. In jüngster Kindheit ihrem armen Elternhaus entrissen mussten sich hunderte von kleinen Bergkindern ihren Lebensunterhalt unter schrecklichsten Bedingungen verdienen.

Das Tal des Spielzeugs
Ein Dorf aus Puppen, Schaukelpferden, Minisoldaten und Spielzeugbauernhöfen : Im 19. Jahrhundert war der in den Trentiner Dolomiten (Italien) gelegene Weiler Ordisei die Hauptstadt des Holzspielzeugs. Diese Schnitzereien wurden in den Familienbetrieben der umliegenden Bergbevölkerung hergestellt und beglückten lange Zeit Kinder in ganz Europa. Sie erweckten die Bewunderung einer englischen Reisenden.

Touristenklasse
Sind die kleinen Bergbewohner vom Schicksal begünstigt ? Nicht unbedingt, antworten die Anthropologen. Die Freuden des Schnees und der reinen Bergluft scheinen die Schulschließungen, die Arbeit auf der Alm und vor allem die Zwänge des Tourismus kaum aufzuwiegen. Gegenüber den Stadtmäusen haben die Landmäuse nicht immer ein leichtes Leben.

Die Pädagogik der Berge
Das Kind durch Erziehung auf den Weg der Tugend und zum Gipfel zu bringen. Diesem Werk widmete dem sich der Schweizer Philosoph und Pädagoge Heinrich Pestalozzi in den Wirren am Ende des 18. Jahrhunderts. Als in der Welt das Industriezeitalter anbrach, predigte dieser Schüler von Rousseau Erziehungsmethoden deren Einfluss bis heute spürbar ist.

Portfolio : Emil Brunner, Tausend Blicke
Schweiz, Kriegsjahre. Emil Brunner fotografiert die Kinder der Graubündner Alpen. Ein starkes Werk, dem eine Ausstellung und eine Veröffentlichung von der Schweizer Stiftung für Fotografie gewidmet ist. Bemerkenswert.

Eine Erinnerung an die Ferienlager
Während seiner ganzen Kindheit verbrachte er jeden Sommer im Ferienlager in den Nebengebäuden der Correrie der Grande Chartreuse. Seitdem ist Jean-Louis Roux natürlich erwachsen geworden. Aber er hat niemals seine Sommer vergessen, die er im Schatten des Grand Som verbrachte. In einer humorvoll-emotionalen Erzählung versucht er seine Erinnerungen zusammen zu tragen, nicht ohne einen Teil des Rätsels für sich zu bewahren, der jegliche vergangene Jugend ausmacht.

Die Kinder dieser Welt
Das Werk des Schweizer Fotografen und Alpinisten Dölf Reist illustriert eine große Runde von Kindergesichtern. Die Witwe des Autors. welcher seit dem Jahr 2000 verschollen ist, vermachte diese Sammlung mit einem Umfang von etwa 90.000 Abzügen gerade dem Schweizerischen Alpinmuseum in Bern. Die erste Ausstellung, die sich auch als spielerische Reise für die jüngeren Besucher versteht, war den Kindern der Berge dieser Welt gewidmet.

Radau in der Szene
1979, das Jahr des Kindes. Das Musée dauphinois in Grenoble wird zu dieser Zeit von Jean-Pierre Laurent geleitet, dem Erfinder der Inszenierung von Ausstellungen und Renovator der Museen die man später als „gesellschaftliche Museen  » bezeichnen wird. Er erstellt zu dieser Gelegenheit eines seiner bemerkenswertesten Werke : Kinder der Berge. Der Titel der für diese Ausgabe von L’Alpe gewählt wurde ist eine Ehrung seines Werks und seiner Persönlichkeit.

Heidi(land) gegen Heidi(dorf)
Die kleine Bergbewohnerin ist berühmt bis ins hinterste Japan und sie verkörpert das grüne Paradies der Kindheit, aber auch die Utopie der Unschuld der Welt. Eine Symbolfigur aus der Welt der Träume derer sich die Schweiz bemächtigt hat und derer sie sich geschickt bedient. Um sich zu bereichern und manchmal auch um sich rein zu waschen.

Wer hat die Almen hervorgebracht ?
Seit Jahrhunderten untersuchen Geologen und Wissenschaftler die Felsen der Alpen um der Erde ihr Geheimnis zu entlocken. Dieses „Labor der Natur  » um den Ausdruck von Saussure zu verwenden, hat weitestgehend zum Verständnis der Orogenese beigetragen. Von den Edelsteinen bis zur Plattentektonik : die bewegte Geschichte der Geologie der Alpen.

Die Liebe des Herrn Lamour zu den Bergen
Dieses Jahr wäre er hundert Jahre alt geworden : Philippe Lamour, Rechtsanwalt, Journalist, Schriftsteller hat vor allem die Raumplanungspolitik erfunden und für die Qualität gekämpft. Die Qualität der Planungen, der Aktivitäten, der Umwelt und des Lebens im ländlichen Raum. Im Queyras hat er sein neues Konzept der ländlichen Entwicklung umgesetzt. Das Dorf von Ceillac feiert diesen Sommer seinen langjährigen Bürgermeister (18 Jahre).

In den Fluten : Mediterraner Almauftrieb
Von der Sahara in die Alpen : Zu Zeiten der französischen Kolonialisierung spielte sich in Algerien ein Almauftrieb der besonderen Art ab. Ganze Bootsladungen voller Schafe durchqueren das Mittelmeer um auf den grünen Weiden der Alpen zu weiden. Diese „Afrikaner  » waren friedlicher als die Truppen von Hannibal und ein Jahrhundert lang waren sie Gegenstand eines sehr lukrativen Handels.

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