L'Alpe

L’Alpe 21 : künstler auf dem gipfel

Übersetzung : Alexandra Orgaz

L’Alpe ist die erste Zeitschrift, die sich ausschließlich dem alpinen Kulturerbe Europas widmet, und wendet sich an eine Leserschaft, die ihren Wissenshorizont erweitern und hinterfragen möchte. Ihr Ziel : über Sprachbarrieren hinweg informieren. Als Forum für Entdeckungen und Begegnungen richtet L’Alpe das Augenmerk auf die Menschen, die sich zwischen Donau und Rhône einem einzigartigen Lebensraum angepasst haben. L’Alpe weist sowohl Merkmale eines Buches als auch eines Magazins auf : Auf der einen Seite enthält L’Alpe Beiträge renommierter Autoren zu einem thematischen Schwerpunkt, die sich durch analytische Klarheit und ein hohes Niveau auszeichnen. Auf der anderen Seite erscheint L’Alpe in vierteljährlichen Abständen und bietet so hinreichend Raum für Diskussionen. Auch die vielseitige Illustration, die journalistische Neugier und der didaktische Ansatz sind Kennzeichen eines anspruchsvollen Magazins. Obwohl L’Alpe sich auf ein solides Faktenwissen stützt, erhebt die Zeitschrift keinen wissenschaftlichen Anspruch ; Geschichte, Geographie, Archäologie und Ethnologie dienen als Rahmen, um Spuren und Zeugnisse, welche die Menschen im Alpenraum hinterlassen haben, richtig einordnen zu können. Doch L’Alpe wendet den Blick nicht nur in die Vergangenheit, sondern ist auch offen für Diskussionen über die Zukunft der Alpen und der Gebirgsregionen in aller Welt.

Dies ist kein Berg
In seinem Gemälde L’Appel des cimes (Der Ruf der Berge), das wir als Titelbild für unsere aktuelle Ausgabe gewählt haben, bringt Magritte, poetisch und humorvoll wie immer, Kunst und Berge auf einen Nenner – und erlaubt uns einen Blick hinter jene Kulissen, deren Geheimnisse uns derart faszinieren. L’Appel des cimes ist jedoch nur eines der zahlreichen Kunst-Stücke, in denen die Begegnung dieses surrealistischen Malers mit den Bergen gipfelte. Bilder und Träume…

Kunst und mehr…
War Cro-Magnon ein Künstler ? Schwer zu sagen. Von einer völlig neuen Warte aus beleuchtet Francesco Fedele Zeugnisse eine steinzeitliche Symbolik, die die Jahrhunderte überdauert hat. Prähistorische Felsgravuren und -malereien zeugen in den Alpen vor allem von einem jahrtausendealten kulturellen Dialog mit der allgegenwärtigen Materie Stein.

Maler und Malerei in den Alpen
Von der Skizze, die Albrecht Dürer im 15. Jahrhundert auf die bloße Erde zeichnete, bis hin zu den zeitgenössischen Skulpturen von Richard Long – der Weg der bildhaften Darstellung der Alpen ist gepflastert mit Meisterwerken, von denen unsere Leser viele in den ersten 20 Ausgaben von L’Alpe bewundern konnten. Was bisher fehlte, war ein allgemeiner, enzyklopädischer Querschnitt durch die europäische Alpenmalerei. Hier ist er.

Sammelbecken gotischer Kunst
Im Herzogtum Savoyen, Schmelztiegel für Menschen und Ideen, trafen zwischen dem 13. und dem 15. Jahrhundert die unterschiedlichsten Künstler und Kunstströmungen zusammen. Kann man also von der savoyischen Kunst reden ? Durch eine in der Form nie dagewesenen Gegenüberstellung von Skulpturen soll diese Frage nun beantwortet werden. Eine Ausstellung in Chambéry und Annecy.

Savoyen in Miniatur
Durch den fantasievollen Pinselstrich des Miniaturmalers zeigt sich in der Apocalypse der Herzöge von Savoyen die Macht eines aufstrebenden Staates. Während das Ende der Welt und die himmlische Verdammnis nahen, entfaltet sich das Alltagsbild eines blühenden Landstrichs – ein alpiner Garten Eden, überzogen mit den grünen Weiden des Paradieses.

Wandbilder
Zwar könnte man sie als Stiefkinder der Kunstgeschichte bezeichnen, doch sind sie heute noch so lebendig wie damals : die Wandmalereien des Spätmittelalters. Insbesondere im 15. und 16. Jahrhundert wurden die Wände von Kapellen, Kirchen und anderen heiligen Stätten der Alpen mit einer Fülle christlicher Kunstwerke übersät, die von Originalität und reger Kreativität zeugen.

Bilder für unsere Leser
Die Drucke von Louis Haghe und Lord Monson, die unsere Abonnenten erstmals mit dieser Ausgabe erhalten, sind Einzelstücke aus der Sammlung des Musée dauphinois. Als Schwarzweißdrucke sind sie ebenfalls in dem Album Voyage en Dauphiné (Reise durch die Dauphiné) zu sehen, das in der Städtischen Bibliothek von Grenoble ausliegt. Jean Adhémar führt uns an den Schauplatz ihrer Entstehung.

Eine besinnliche Bergfahrt
È pericoloso sporgersi ! Wir betrachten das Leben vom Zugfenster aus : Alles scheint greifbar, real zu sein. Doch was wissen wir tatsächlich von dieser Welt, die an uns vorbeifliegt ? Ist sie so wirklich, wie unsere Augen uns glauben machen ?

Der verschwundene See
Um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert rühmen Schriftsteller und Poeten, Graveure und Maler die Schönheit des Lac de Chède. Für uns ist sie unwiederbringlich verloren : Ein Erdrutsch hat dieses zauberhafte Naturschauspiel, das einst so viele romantische Geister inspirierte, unter sich begraben.

Ein Sonntag in Proveysieux
Wie in Barbizon feierte Ende des 19. Jahrhunderts eine Künstlerkolonie in einem kleinen Dorf des Chartreuse-Massivs die Schönheiten von Mutter Natur in Wort, Bild und Photographie. Eine Ausstellung im Musée de l’Ancien Évêché in Grenoble.

Der Deserteur
1964 wird Jean Giono von René Creux mit der Aufgabe betraut, das Leben eines Mannes niederzuschreiben, der Mitte des 19. Jahrhunderts in den Walliser Bergen aus dem Nichts auftauchte. Nicht das Geringste ist über diesen Mann bekannt. Was uns geblieben ist, sind seine Bilder, die zum großen Teil im kantonalen Kunstmuseum von Sion zu sehen sind. Und die, wie man sieht, nichts von ihrer Frische eingebüßt haben.

Die Natur, die Kunst und der Berg
Die Welt zum Sehen, Riechen und Anfassen : Dies ist der Ansatz, den manche zeitgenössische Künstler der Kunstrichtung Land-Art verfolgen. Die Natur als eigentliche Materie der Kunst nimmt hier am oft vergänglichen Moment der Schöpfung vollberechtigt teil. Eine meditative Begegnung mit den Elementen, bei der die Berge Ehrengäste sind.

Der Schneelöwe in den Fängen des chinesischen Drachens
In Tibet, in der Abgeschiedenheit des Himalaja, lebt ein ganzes Volk unter dem Joch der chinesischen Besatzer. Seine mittlerweile verbotene Nationalflagge (Berge, Schneelöwen und Sonnenstrahlen) ist bei der jüngeren Generation schon beinahe in Vergessenheit geraten. Innerhalb weniger Dekaden wurde eine jahrtausendealte Kultur ausgemerzt.

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