L'Alpe

L’Alpe 36 : reisen und reisende

Übersetzung : Alexandra Orgaz

L’Alpe ist die erste Zeitschrift, die sich ausschließlich dem alpinen Kulturerbe Europas widmet, und wendet sich an eine Leserschaft, die ihren Wissenshorizont erweitern und hinterfragen möchte. Ihr Ziel : über Sprachbarrieren hinweg informieren. Als Forum für Entdeckungen und Begegnungen richtet L’Alpe das Augenmerk auf die Menschen, die sich zwischen Donau und Rhône einem einzigartigen Lebensraum angepasst haben. L’Alpe weist sowohl Merkmale eines Buches als auch eines Magazins auf : Auf der einen Seite enthält L’Alpe Beiträge renommierter Autoren zu einem thematischen Schwerpunkt, die sich durch analytische Klarheit und ein hohes Niveau auszeichnen. Auf der anderen Seite erscheint L’Alpe in vierteljährlichen Abständen und bietet so hinreichend Raum für Diskussionen. Auch die vielseitige Illustration, die journalistische Neugier und der didaktische Ansatz sind Kennzeichen eines anspruchsvollen Magazins. Obwohl L’Alpe sich auf ein solides Faktenwissen stützt, erhebt die Zeitschrift keinen wissenschaftlichen Anspruch ; Geschichte, Geographie, Archäologie und Ethnologie dienen als Rahmen, um Spuren und Zeugnisse, welche die Menschen im Alpenraum hinterlassen haben, richtig einordnen zu können. Doch L’Alpe wendet den Blick nicht nur in die Vergangenheit, sondern ist auch offen für Diskussionen über die Zukunft der Alpen und der Gebirgsregionen in aller Welt.

Reise im Wandel
Eine lange Geschichte, die Chronik der Alpenreise, Myriaden von Reisenden haben daran mitgeschrieben. Auf den Spuren antiker Karawanen und wissbegieriger Gelehrter schufen einsame Wanderer und Touristen im Wandel der Jahrhunderte und der Gepflogenheiten eine alpine Reisekultur.

Erste Schritte
Die Entdeckung der Alpen, könnte man sagen, fand parallel zur Entdeckung Amerikas statt. Die ersten Menschen, die das Gebirge abseits der großen Straßen erkundeten, prägten in ihren Grundzügen sowohl Geist als auch Logistik der Alpenreise.

Streifzug durch die Alpen
Johann Jakob Scheuchzer schlägt zu Beginn des 18. Jahrhunderts eine Brücke zwischen Barock und Aufklärung. Als gelehrter Beobachter durchmisst er die Schweiz mit einem wissenschaftlichem und bewunderndem Blick auf die Berge. Eine Pioniertat, die das Interesse der Gelehrten in ganz Europa für diese Gegend weckt.

Neue Übersetzung
Johann Jakob Scheuchzer schrieb die Erfahrungen, die er Anfang des 18. Jahrhunderts auf seiner neunmonatigen Reise durch die Schweiz sammelte, unter dem Titel Itinera per Helvetiae alpinas regiones nieder : ein stattliches, in Latein verfasstes Werk, das nie ins Französische übersetzt wurde. Philippe Mudry hat sich dieser gewaltigen Aufgabe gewidmet. Vor Erscheinen der kompletten Ausgabe wird er 2008 eine Anthologie veröffentlichen, aus der er uns nun zwei Auszüge zur Verfügung stellt.

Die Alpen im Blick der Wissenschaft
Im Jahrhundert der Aufklärung, zugleich das Jahrhundert der Reisenden, wecken Schrecken und Schönheit der Alpen erstmals das Interesse der europäischen Elite. Wissenschaftlich und ästhetisch fasziniert, zieht es viele auf abgelegene Pfade. Diese Suche nach Erkenntnissen beeindruckt den aufkeimenden Tourismus jedoch kaum – beladen mit uralten Ängsten, sucht er eher nach einem Weg, das Gebirge zu bezähmen.

Die Große Reise
Eine ausgedehnte Reise durch Europa, die den jungen Mann in die große Welt einführen soll, ist Teil der Erziehung und Initiation junger Aristokraten. Im 18. Jahrhundert dehnen sich diese Lehr- und Wanderjahre auch auf die Alpen aus. Eine humanistische Tradition, die hundert Jahre später ihr Ende findet, als die organisierte Reise diesem Vorläufer des Tourismus den Rang abläuft.

Reisen auf Papier
Vom Bericht zur Reise und von der Reise zum Bericht : Reiseführer und -berichte stehen im Mittelpunkt eines stetigen Kommens und Gehens. Als zwei Seiten einer Medaille spiegeln sie die Entwicklung des alpinen Verkehrs wider und beeinflussen ihn zugleich – insbesondere bei der Überquerung der Alpenpässe.

Portfolio : Impressionen im Quadrat
Lässt die heutige Zeit noch genügend Raum für Bummeltouren ? Für den Fotografen Raphaël Helle, der die Berge auf der Suche nach dem Hier und Jetzt gewohnheitsmäßig durchstreift, ganz bestimmt. In seinem Hausgebiet, dem Chartreuse-Massiv, unternimmt er eine gemütliche Reise in bescheidenem Rahmen. Und bringt dieses charmante „Bilderbuch  » mit, das einzig und allein den Zweck hat, ihn (und uns) zu erfreuen..

In Bussen über die Alpen
Eine Panorama-Rundfahrt in komfortablen Bussen bietet sich den Liebhabern unbekannter Strecken zwischen 1910 und 1920 an. Leistungsstarke Fahrzeuge durchpflügen die „Route des Alpes  », die den Genfer See über die Bergkämme hinweg mit dem Mittelmeer verbindet – und eröffnen damit ein neues Zeitalter des mobilen Tourismus.

Der Elefantenmensch
Seit jeher übt der Handstreich Hannibals auf die Menschen eine gewisse Faszination aus. So entschließt sich der Amerikaner Richard Halliburton im Jahr 1935, die Alpenüberquerung des karthagischen Feldherrn und seiner Elefanten zu wiederholen. Eine fröhliche Wanderung über den Großen Sankt-Bernhard, für die Nachwelt festgehalten vom Walliser Fotografen Raymond Schmid.

Reisender im Cyberspace
Das Internet erkunden – dies ist die Aufgabe unseres „Cybercolporteur  », der aus einem flüchtigen Medium Nützliches schöpfen soll. Hier einige Erinnerungen aus seinen virtuellen Streifzügen rund um das Thema Alpen und allem was dazugehört, zu Online-Bibliotheken und Autoren, die nicht nur im Netz Unsterblichkeit erlangt haben.

In 80 Spielen durch die Alpen
Gesellschaftsspiele und Berge werden selten in einem Atemzug genannt. Doch auf den Bergtouren, die in verschiedenen Varianten den Spieltisch eroberten, haben Generationen von Spielern spannende Abenteuern durchlebt. Diese spielerische Form, die Alpenregion vom Salon aus zu erkunden, verrät aber auch etwas über die Wahrnehmung der Alpen. Eine Ausstellung des Bergmuseums in Turin.

Höhlenkäserei
In den Höhlen oberhalb des kleinen Dorfes Lavaldens im Département Isère wird seit Generationen ein seltener Käse abgelagert. Dieser Blauschimmelkäse, den die Familien ausschließlich für den eigenen Verbrauch produzierten, droht nun mit jenen zu verschwinden, die das Geheimnis seiner Erzeugung kennen.

Holzköpfe
Dorino Ouvrier schnitzt alles in Holz, was seine Vorfahren im Aostatal bewegt hat. Bewegung steht auch im Mittelpunkt seines Werks, im Spannungsfeld zwischen Alltag und Existenzsuche. Ein freundschaftlicher Blick auf den Künstler und seine Skulpturen.

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