L'Alpe

L’Alpe 43 : Zehn Jahre L’Alpe!

Übersetzung : Christiane Krieger

L’Alpe ist die erste Zeitschrift, die sich ausschließlich dem alpinen Kulturerbe Europas widmet, und wendet sich an eine Leserschaft, die ihren Wissenshorizont erweitern und hinterfragen möchte. Ihr Ziel : über Sprachbarrieren hinweg informieren. Als Forum für Entdeckungen und Begegnungen richtet L’Alpe das Augenmerk auf die Menschen, die sich zwischen Donau und Rhône einem einzigartigen Lebensraum angepasst haben. L’Alpe weist sowohl Merkmale eines Buches als auch eines Magazins auf : Auf der einen Seite enthält L’Alpe Beiträge renommierter Autoren zu einem thematischen Schwerpunkt, die sich durch analytische Klarheit und ein hohes Niveau auszeichnen. Auf der anderen Seite erscheint L’Alpe in vierteljährlichen Abständen und bietet so hinreichend Raum für Diskussionen. Auch die vielseitige Illustration, die journalistische Neugier und der didaktische Ansatz sind Kennzeichen eines anspruchsvollen Magazins. Obwohl L’Alpe sich auf ein solides Faktenwissen stützt, erhebt die Zeitschrift keinen wissenschaftlichen Anspruch ; Geschichte, Geographie, Archäologie und Ethnologie dienen als Rahmen, um Spuren und Zeugnisse, welche die Menschen im Alpenraum hinterlassen haben, richtig einordnen zu können. Doch L’Alpe wendet den Blick nicht nur in die Vergangenheit, sondern ist auch offen für Diskussionen über die Zukunft der Alpen und der Gebirgsregionen in aller Welt.

Zehn Jahre… ja und ?
Nach zehn Jahren schon eine erste Bilanz ? In diesem Bruchteil eines Jahrhunderts haben sich die Alpen verändert. Und das nicht immer zum Besten… Die kulturelle Vielfalt und die Vielseitigkeit der ländlichen Traditionen, die ihren ganzen Reichtum ausmachen, verlieren immer mehr an Boden. Und niemand scheint sich daran zu stören. Für die Zukunft dieser Berge und ihrer Bewohner bedarf es einer ernsthaften Debatte, an der sich L’Alpe maßgeblich beteiligen wird. Hehre Ziele für die kommenden zehn Jahre…

Erinnerst du dich, André ?
André Pitte ist der geistige Vater der Zeitschrift L’Alpe. Und er würde es ungeheuer begrüßen, dass seine Tochter jetzt ihren zehnten Geburtstag feiert ! Er, dessen Ideenreichtum nur durch seinen Sinn für Freundschaft noch übertroffen wurde, hätte gefallen daran gefunden zu diesem Anlass all diejenigen versammelt zu sehen, die am Abenteuer der ersten über vierzig veröffentlichten Ausgaben beteiligt waren. Im Jahr 2006 hat uns dieser wortgewandte Gipfelstürmer, der auch die Gaumenfreuden wohl zu schätzen wusste, verlassen, doch seine Begeisterungsfähigkeit ist uns noch heute Inspiration… eine Hommage, die von Herzen kommt.

Zauberberge ?
Muss man angesichts der « erhabenen Schönheit » alpiner Landschaften wirklich in Extase ausbrechen ? Soll man die Tugenden des Berglebens einfältig bewundern ? Ein ikonoklastischer Diskurs, der mit Klischees und Allgemeinplätzen aufräumt und die idealisierte Darstellung des Gebirges und die Langlebigkeit des Mythos Alpen hinterfragt.

Heimatlandschaften
Kann eine verblasste Fotografie Einfluss darauf nehmen, mit welchen Augen wir die Welt betrachten ? In unserem Unterbewusstsein eine Ursprungslandschaft entstehen lassen, die uns für immer prägen wird ? Das Bild eines Familiendramas, ein fundamentales Erlebnis für den Autor, begründete dessen Art und Weise alpine Landschaften zu lesen. Und seine Vorliebe für eine zeitgenössische Form der Fotografie, die eine sehr persönliche und ungeschönte Wahrnehmung der Berge begünstigt. Erinnerungen.

Dritte Dimension
Ohne Relief kein Leben ! Ob vor oder zurück, Nord oder Süd, rauf oder runter, Licht oder Schatten, daheim oder in der Felswand, auf der Alm oder in der Kneipe… wie sind sie doch schön, die Berge !

Die Eisfee
1968 tritt die Eiskunstläuferin Peggy Fleming mit zwei Weltmeistertiteln im Gepäck zu den Olympischen Winterspielen in Grenoble an. Mit ungeahnter Anmut schwebt und wirbelt die Amerikanerin über das Eis des Sportstadions und erobert die Herzen der Zuschauer im Sturm. Feuer und Flamme für den Tanz auf dem Eis.

Notizblockweisheiten
Hastig während des Aufstiegs zwischen zwei Skizzen aufs Papier geworfen zieren buntgemischte Beobachtungen das Tourenbuch des Alpinisten. Ein kurzes Inventar sinniger und unsinniger Gedanken von Gipfeln aus aller Herren Länder.

Meine Alm
Manchen Autoren genügen schon einige wenige Zeilen um «  ihre  » Alm zu beschreiben. Ganz zu schweigen von denjenigen, die mit ihren Bildern auch ein Wörtchen mitzureden haben ! Eine Sammlung kleiner, eindringlicher Texte und Fotografien, die wir in drei « Intermezzi » in dieser Ausgabe verteilt haben.

Ein Schweizer Roadmovie
Aufbrechen, sich auf’s Motorrad schwingen und die heimatlichen Berge hinter sich lassen um jenseits des Passes neue Horizonte zu entdecken. Doch in Heidis Heimat ist es von der Exotik zum Postkartenidyll nur ein kleiner Schritt…  Die knatternde Ballade eines walisischen Luky Luke.

Fahrstuhl zum Gipfel ?
Ist es wirklich utopisch, den Schoß der Alpen mit einem kleinen schweizerischen Dorf verbinden zu wollen ? Den Transitverkehr mit der lokalen Entwicklung ? Die hohen Geschwindigkeiten unterm Gotthard mit dem ruhigen Gang des Wanderers auf seinen Höhen ? Dieses Projekt eines Visionärs wird nicht in die Tat umgesetzt werden. Doch bleibt es beispielhaft für die großen Fragen, vor die sich die Regionalplanung in den Alpen heute gestellt sieht.

Die große Herde
Von der Camargue bis zum Vercors zieht die Wanderschäferei eine Spur der Freundschaft nach sich, die Orte und Menschen verbindet. Im Schatten der Schäferei lässt sich die Gemeinschaft am Tisch nieder um besser essen, lachen, teilen zu können, Pläne zu schmieden und die Welt zu verbessern. Hier, auf der Alm herrscht Friede in den Hütten.

Glücklich wie die Steine
Seine Auseinandersetzungen mit Steinen sind altbekannt. Er sammelt sie, häuft sie an, extrahiert ihnen ein mineralisches Gedicht und porträtiert sie. Diese scheinbar unscheinbaren Steine drängen sich ihm auf wie Skulpturen oder wie aufeinanderschlagende Worte. Eine sehr eigene Betrachtungsweise der Alm und auch der Kunst.

Der Alpenkretin kehrt zurück
Die Wiedereinführung dieser unumgänglichen Figur der Alpenwelt ist eine kapitale Aufgabe, der sich der Autor dieser Zeilen mit Leib und Seele verschrieben hat. Einen Aufenthalt in der Savoie nutzend strebte er unermüdlich danach, eine Gestalt wieder aufleben zu lassen, die man längst für immer verloren glaubte. Doch auf welcher Seite muss man den Kretin nun suchen ?

Almwirtschaft und Fahrradsport
Alpenepos hat durchaus auch mit Fahrradsport zu tun. Und so manche Wanderhirtenroute führt auch schon mal über die hochgelegenen Pässe des Tour de France ! Vom Hang für den Fahrradsport zum Berghang, oder wie ein junger Ethnologe die Berge und ihre Hirten durch die Felgen seiner Fahrradhelden hindurch entdeckte.

Still Wasser ?
In der Schweiz herrscht eine tiefe Rivalität zwischen Seen und Gebirge. Seit mehr als einem Jahrhundert liegen die archäologischen Schätze der Seengebiete rund um die Alpen im Schatten der vielbesungenen Berge. In Neuchâtel träumt man davon, sie ins Weltkulturerbe der UNESCO aufnehmen zu lassen. Vermag das erst kürzlich entdeckte neusteinzeitliche Dorf im historischen Herzen des Massivs Gipfel und Gewässer einander wieder näher zu bringen ?

« Alouette, gentille Alouette »
Ein Hubschrauber weckt Erinnerungen… Das Bild eines verunfallten Hubschraubers des Typs Alouette lässt schmerzliche Bergerlebnisse wieder auferstehen. Bilder tauchen auf von einem anderen Zwischenfall unter der Seilbahn der Aiguille du Midi, einen Katzensprung vom Mont Blanc entfernt.

L’Alpe… ein Blick hinter die Kulissen
Zehn Kerzen… Ein kleiner Schritt im allumfassenden Zeitgefüge, doch ein großer Schritt für unsere Zeitschrift ! Die Gelegenheit die Hintergründe einer langen Entstehungsgeschichte zu enthüllen… und von den guten Feen zu berichten, die sich über ihre Wiege gebeugt haben ! Ein originelles Projekt, das aus der kulturellen Landschaft der Alpen nicht mehr weg zu denken ist. Vor allem aber eine sehr menschliche Geschichte.

Ein Leuchtturm in den Bergen ?
1998 entdeckte die Gründerin des Alpes Magazine das Magazin L’Alpe – nicht ganz ohne Neid. Zehn Jahre später hat sie ihr beruflicher Werdegang neuen Horizonten entgegengetragen. Zu Beginn dieser neuen Erfahrung läßt Claude Comet ihren Träumen freien Lauf. Träumen von den kommenden zehn Jahren und einer engagierten Zeitschrift, die den Bergbewohnern als Orientierungspunkt dienen könnte. Die Zeit ist reif !

(pour toute question plus personnelle nécessitant une réponse de la rédaction, merci de cliquer plutôt sur le lien "Contacts" situé dans le bandeau bleu en haut de page).


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