L'Alpe

L’Alpe 52 : Über den Wolken

Übersetzung    : Christiane Krieger

L’Alpe ist die erste Zeitschrift, die sich ausschließlich dem alpinen Kulturerbe Europas widmet, und wendet sich an eine Leserschaft, die ihren Wissenshorizont erweitern und hinterfragen möchte. Ihr Ziel   : über Sprachbarrieren hinweg informieren. Als Forum für Entdeckungen und Begegnungen richtet L’Alpe das Augenmerk auf die Menschen, die sich zwischen Donau und Rhône einem einzigartigen Lebensraum angepasst haben. L’Alpe weist sowohl Merkmale eines Buches als auch eines Magazins auf   : Auf der einen Seite enthält L’Alpe Beiträge renommierter Autoren zu einem thematischen Schwerpunkt, die sich durch analytische Klarheit und ein hohes Niveau auszeichnen. Auf der anderen Seite erscheint L’Alpe in vierteljährlichen Abständen und bietet so hinreichend Raum für Diskussionen. Auch die vielseitige Illustration, die journalistische Neugier und der didaktische Ansatz sind Kennzeichen eines anspruchsvollen Magazins. Obwohl L’Alpe sich auf ein solides Faktenwissen stützt, erhebt die Zeitschrift keinen wissenschaftlichen Anspruch   ; Geschichte, Geographie, Archäologie und Ethnologie dienen als Rahmen, um Spuren und Zeugnisse, welche die Menschen im Alpenraum hinterlassen haben, richtig einordnen zu können. Doch L’Alpewendet den Blick nicht nur in die Vergangenheit, sondern ist auch offen für Diskussionen über die Zukunft der Alpen und der Gebirgsregionen in aller Welt.

Himmelspassagiere

Ikarus und da Vinci waren die Meister ihrer Träume : Claudia Marchesin und Serge Reynaud erschaffen in ihrem Atelier im Trièves, am Fuße des Vercors, merkwürdig anmutende Flugskulpturen. Für die tollkühnen Luftschiffe, die sie mit viel Liebe zum Detail und großer Sorgfalt zusammenstellen, haben sie sich von Vögeln inspirieren lassen. Auf, auf ins Wunderland…

1784-2011 : eine abgehobene Geschichte

Die Luftfahrt in den Alpen lebt vom Wagemut genialer Erfinder und talentierter Pioniere, die manchmal geradezu unsinnige Risiken auf sich genommen haben. Von Henri Fabre, der das erste Wasserflugzeug konzipierte, über Joseph Thoret, dem Vorreiter des Lufttourismus, bis Bertrand Piccard, der mit der Sonne fliegt, finden sich in dieser Ausstellung die Portraits einiger wundersamer (alpiner) Flugfanatiker in ihren komischen Kisten.

Ein Gebirgsjäger als Pionier der Lüfte

Die Gipfel des Mercantour waren vom Beginn des 20. Jahrhunderts an Schauplatz der ersten – etwas waghalsigen – Versuche eines Hauptmanns der Artillerie, der eisern an den künftigen Erfolg derer glaubte, die schwerer sind als Luft. So fest war sein Glaube, dass er später ein eigenartiges Aerodrom erfinden sollte …

Die Überquerung der Alpen. 1910-2010

Ein Jahrhundert nach der ersten Überquerung der Alpen in einem Flugzeug durch Jorge Chavez, 1910, haben wir diese – in mehr als nur einer Hinsicht – denkwürdige Strecke selbst zurückgelegt. In der Rolle des Piloten : der Autor des vorliegenden Artikels selbst ! Erlebtes und Erzähltes verschmelzen zu einem gelungenen Abenteuer – nicht ohne Nervenkitzel.

Hippies auf dem Weg ins Blaue

Freies Fliegen – welch treffender Name. Es entstand in den 1960ern mit den ersten Drachenfliegern in Kalifornien, startete beim breiten Publikum aber erst zwanzig Jahre später mit der Entwicklung der Paragleiter in den Alpen richtig durch. Aktivitäten, die auch heute noch zur Bildung intensiver sozialer Netzwerke führen.

Einer flog über das Schäfchennest

Matthieu Roulet, Schäfer im Champsaur, südlich des Bergmassivs der Écrins (Hautes-Alpes), hütet das Vieh und lässt sich auf den Schwingen seiner Träume tragen. Seine Alm – ihre Wege und topografischen Gegebenheiten – kennt er in- und auswendig – so wie er die Thermik und die Winde des Himmels kennt, den er mit seinem Paragleiter durchkämmt. Im Sommer, nach der Siesta, entfaltet der fliegende Schäfer gelegentlich die Flügel und hütet seine Herde von den Wolken aus …

Die Cassini-Saga

Vom Ende des 17. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts haben die Cassinis, eine regelrechte Dynastie von Karthographen, Geographen und Astronomen, das französische Staatsgebiet mit einer Genauigkeit karthographiert, die bis heute Ihresgleichen sucht. Diese sowohl in künstlerischer als auch in wissenschaftlicher Hinsicht kostbaren Schätze werden in der Karthothek des Institut Géographique National aufbewahrt. Wir haben daraus für die Reproduktionen, die wir 2011 und 2012 unseren Abonnenten schenken möchten, einige wunderbare Details der Alpen entnommen.

Das Steinidol und die Mumie im Eis

Sergio Toppi, einer der letzten Superstars des italienischen Comics, erzählt auf die ihm eigene widersprüchlich-spöttische Weise die fantastische Geschichte des Ötzi, der Mumie, welche in einem Alpengletscher entdeckt wurde. Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass sich der Mailänder Zeichner (Jahrgang 1932) mit den Bergen befasst und mineralische Metaphern verdichtet.

Vor 150 Jahren entstand Italien. Was nun ?

Hat die 150 Jahrfeier jetzt, da die Landesgrenzen grenzübergreifenden regionalen Gebilden weichen, noch einen Sinn ? Eine Gelegenheit, über territoriale Restrukturierung und Identitätsfindung auf der Baustelle Europa nachzusinnen.

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