L'Alpe

L’Alpe 55 : Planet Grenoble

Übersetzung  : Christiane Krieger

L’Alpe ist die erste Zeitschrift, die sich ausschließlich dem alpinen Kulturerbe Europas widmet, und wendet sich an eine Leserschaft, die ihren Wissenshorizont erweitern und hinterfragen möchte. Ihr Ziel  : über Sprachbarrieren hinweg informieren. Als Forum für Entdeckungen und Begegnungen richtet L’Alpe das Augenmerk auf die Menschen, die sich zwischen Donau und Rhône einem einzigartigen Lebensraum angepasst haben. L’Alpe weist sowohl Merkmale eines Buches als auch eines Magazins auf  : Auf der einen Seite enthält L’Alpe Beiträge renommierter Autoren zu einem thematischen Schwerpunkt, die sich durch analytische Klarheit und ein hohes Niveau auszeichnen. Auf der anderen Seite erscheint L’Alpe in vierteljährlichen Abständen und bietet so hinreichend Raum für Diskussionen. Auch die vielseitige Illustration, die journalistische Neugier und der didaktische Ansatz sind Kennzeichen eines anspruchsvollen Magazins. Obwohl L’Alpe sich auf ein solides Faktenwissen stützt, erhebt die Zeitschrift keinen wissenschaftlichen Anspruch  ; Geschichte, Geographie, Archäologie und Ethnologie dienen als Rahmen, um Spuren und Zeugnisse, welche die Menschen im Alpenraum hinterlassen haben, richtig einordnen zu können. Doch L’Alpewendet den Blick nicht nur in die Vergangenheit, sondern ist auch offen für Diskussionen über die Zukunft der Alpen und der Gebirgsregionen in aller Welt.

Ein Mosaik der Kulturen

Der Bürger von Grenoble kommt von anderswo – und das gilt für nahezu Dreiviertel der Bevölkerung ! Er kommt aus Frankreich, natürlich, aber auch aus vielen anderen Ländern der Welt : Mehr als vierzig ausländische Gemeinschaften wurden hier erfasst. Als echter Schmelztiegel hat es diese politisch aktive Stadt verstanden, die mit Migration verbundenen Schwierigkeiten zu überwinden und aus dem Reichtum der kulturellen Vielfalt zu schöpfen.

Brief an die da unten 

Der Film «  Gens d’en haut  » (Die Leute von da oben) zeigte den Blick der Städter auf die Bergbewohner. Was, wenn wir einmal den Bergen selbst das Wort erteilten ? Was hätten sie uns Menschen von «  da unten  », die sie manchmal von (allzu) oben herab behandeln über uns zu sagen ? Ein ätzender Blick auf eine tausendjährige Beziehung, die niemals einfach war…

Meine ozeanische Hauptstadt

Damien. Erinnern Sie sich ? Ende der 1960er Jahre beschließen zwei Kumpel, die gerademal der Jugendzeit entwachsen sind, die Welt in ihrem Segelboot Damien zu umsegeln und dabei auch mit den eisigen Gipfeln der Arktis und der Antarktis auf Tuchfühlung zu gehen. Denn Seemänner und Bergsteiger sind durchaus vom selben Schlag. Ein fabelhaftes Abenteuer, das… in den Bergen um Grenoble (!) seinen Anfang nahm und das uns hier vom Autor selbst erzählt wird.

Ein Blick von den Rockies

In Übersee wird Grenoble gern mit Bariloche oder Queenstown verglichen. Für eine Kanadierin jedoch, die keine der großen Bergstädte auf unserem Globus ausgelassen hat, lockt die Hauptstadt der Dauphiné sowohl mit ihren Gipfeln als auch mit ihren Tafelfreuden und ihren endlosen Debatten rund um die Alpen… am besten bei einer guten Flasche Gamay. Eindrücke einer glühenden Verehrerin.

Doisneau in Grenoble

Ein liebevoller Blick auf die Arbeiterinnen der Brun-Werke. Und ein etwas nüchternerer auf die technischen Wundertaten der großen Forschungslabors. Robert Doisneau war Werksfotograf und Journalist im Widerstand, aber er war auch Zeuge der sozialen Umwälzungen seiner Zeit, rebellischer Publizist, Künstler und… ein Papa, mit dem man spaßen konnte. Die weniger bekannten Facetten einer faszinierenden Persönlichkeit.

Michel Destot und Robert Paragot : Eine Begegnung in schwindelnden Höhen

Ein verständnisinniger Dialog zwischen zwei urbanen Berglern. Der eine ist Abgeordneter und stellvertretender Bürgermeister von Grenoble. Der andere, ein echtes Pariser Straßenkind, ist einer der großen Bergsteiger des 20. Jahrhunderts. Was sie verbindet : dasselbe Engagement auf den Gipfeln. Vor allem aber : derselbe politische Kampf, die «  Demokratisierung  » des Bergsteigens. Bis ins Zentrum der Städte.

Porfolio : Ruhepausen

Auf der Straße. Dort entstanden zwischen den alten Gemäuern von Lakanal und den architektonischen Waghalsigkeiten des neuen Viertels der ehemaligen Bonne-Kasernen die folgenden verblüffenden Bilder. Inklusive dem durchaus quadratischen Portrait Corentin Mossières und einem Bild von Bruno Moyen an seinem kompromisslosen iPhone. Auf die Straße zieht gelegentlich auch die Fotographie, wenn sie wie hier in Grenoble ausgestellt wird.

Als Rousseau in Grenoble botanisierte

2012 jährt sich zum 300. Mal der Geburtstag des Genfer Philosophen. Anlass genug seiner Aufenthalte im Savoyen und in Isère zu gedenken, insbesondere in Grenoble, das er in einer seiner «  Träumereien  » erwähnt. Das Tagebuch seines Wirtes – eine amüsante kurze Chronik dieses Besuchs, der den Geist der Hauptstadt der Dauphiné nachhaltig prägte – legt davon Zeugnis ab.

Eine Stadt im Arbeitsgewand

Die Arbeiterwelt in Grenoble, die mit der Entwicklung der Hydroelektrizität entstand, ist auch heute noch quicklebendig. Sie hat sich jedoch von Grund auf gewandelt. Eine soziale (R)Evolution, die uns – würden wir uns die Mühe machen, sie genauer zu erforschen – viel darüber beibringen könnte, wie die heutige Welt funktioniert.

Debatte : ein Diskurs «  über  » Grenoble

Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich das Bild, das man sich von dieser Stadt gemeinhin macht, sehr gewandelt. Bis hin zu jenem «  Discours de Grenoble  » des französischen Präsidenten im Juli 2010, der sowohl inhaltlich als auch im Ton an der Wirklichkeit vorbeizielte, wie sie von den Einwohnern selbst erlebt wird. Denn die Vitalität und Attraktivität der Forscherstadt, die die Welt der Wissenschaft und der Berge vereint, ist immer noch gegenwärtig. Auch wenn sich das viel gerühmte Triptyk Universität-Forschung-Industrie neu erfinden muss. Eine Analyse.

Praktisch : die Geheimtipps der Redaktion

Wir haben ausnahmsweise in unserem Umfeld nachgeforscht und uns besondere – persönliche und gelegentlich launige – Adressen enthüllen lassen.

Berg und Mensch

Zwei Frauen signieren ein wunderbares Buch über jene Menschen, welche die Berge lebendig werden lassen. Senner und Sennerinnen, mit poetischer Feder gezeichnet und mit viel Gespür für das Wesentliche im Leben, wenn man solch einen ungewöhnlichen Beruf ergreift. Und als Kontrapunkt kleine Nichtigkeiten und schelmische Portraits, zärtlich von einer jungen Fotografin skizziert, die es versteht ihrem Gegenüber wirklich zu begegnen. Auszüge.

Wozu die Alpenkonvention ?

Das internationale Abkommen feiert seinen 20. Geburtstag. Ein guter Zeitpunkt sich über dessen Nutzen, seine Umsetzung und seine Funktionsweise Gedanken zu machen. Heilig den einen, bei den anderen verschrien : Hat dieses Instrument, das geschaffen wurde, um die Alpenländer in Schutz- und Entwicklungsfragen zu einen, überhaupt noch eine Existenzberechtigung ? Eine Untersuchung.

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