L'Alpe

L’Alpe 60 : Wissenschaftler in den Bergen

Übersetzung : Christiane Krieger

L’Alpe ist die erste Zeitschrift, die sich ausschließlich dem alpinen Kulturerbe Europas widmet, und wendet sich an eine Leserschaft, die ihren Wissenshorizont erweitern und hinterfragen möchte. Ihr Ziel  : über Sprachbarrieren hinweg informieren. Als Forum für Entdeckungen und Begegnungen richtet L’Alpe das Augenmerk auf die Menschen, die sich zwischen Donau und Rhône einem einzigartigen Lebensraum angepasst haben. L’Alpe weist sowohl Merkmale eines Buches als auch eines Magazins auf  : Auf der einen Seite enthält L’Alpe Beiträge renommierter Autoren zu einem thematischen Schwerpunkt, die sich durch analytische Klarheit und ein hohes Niveau auszeichnen. Auf der anderen Seite erscheint L’Alpe in vierteljährlichen Abständen und bietet so hinreichend Raum für Diskussionen. Auch die vielseitige Illustration, die journalistische Neugier und der didaktische Ansatz sind Kennzeichen eines anspruchsvollen Magazins. Obwohl L’Alpe sich auf ein solides Faktenwissen stützt, erhebt die Zeitschrift keinen wissenschaftlichen Anspruch  ; Geschichte, Geographie, Archäologie und Ethnologie dienen als Rahmen, um Spuren und Zeugnisse, welche die Menschen im Alpenraum hinterlassen haben, richtig einordnen zu können. Doch L’Alpewendet den Blick nicht nur in die Vergangenheit, sondern ist auch offen für Diskussionen über die Zukunft der Alpen und der Gebirgsregionen in aller Welt.

Leonardos Alpen

Da Vinci war ein Vorreiter der Erdkunde. Er beobachtete Naturerscheinungen nicht nur als Künstler sondern auch als Gelehrter. Mit dem Auge des Künstlers nahm er wahr, was er mit dem Verstand des Gelehrten analysierte. Dieser allumfassende Geist war auch einer der ersten, der sich für die Berge interessierte und sie als «  Labor der Natur  » betrachtete.

Eigentümliches Meeresgetier

Eingefangen im Gestein in 2.000 Meter Höhe waren Muscheln und Fische Gelehrten vergangener Jahrhunderte ein Rätsel ! Jetzt tragen diese Fossilien zu einem besseren Verständnis der alpinen Hebung bei. Die Spuren, die vor Jahrmillionen von Dinosauriern hinterlassen wurden, faszinieren Wissenschaftler noch heute.

Eine alpine Etappe auf dem Globus

Buache und Humboldt : zwei Namen, die die Geschichte der Entdeckung der Welt im 18. und 19. Jahrhundert maßgeblich prägten. Jeder auf seine Weise und mit Hilfe von Methoden, die gegensätzlicher nicht hätten sein können, entwarfen sie ein Gesamtbild unseres Planeten, bei dem sie den Bergen eine entscheidende Rolle zusprachen. Die Alpen wurden dabei auf den Status einer – eher bescheidenen – Gebirgskette unter vielen reduziert. Und doch kommt ihnen, vor allem bei Humboldt, die Rolle eines Modells zu.

Der Berg-Mensch

Dolomieu – Dolomiten. Nirgendwo sonst auf diesem Planeten findet sich ein Gebirgszug, der den Namen seines «  Entdeckers  » trüge. Denn Déodat Dieudonné Sylvain Guy Tancrède de Gratet, geboren am Fuße der Alpen in Dolomieu (Département Isère) ist kein Geringerer als einer der Begründer der modernen Geologie. Der unermüdliche Forschungsreisende und Abenteurer hat die Berge sein Leben lang durchforstet, um von ihrer weit zurückreichenden Geschichte zu künden.

Bildlein, Bildlein an der Wand…

Auf dem Gletscher kreuzen sich die Wege der Kunst und der Wissenschaft. Anhand alter Gemälde und Illustrationen gelingt es Forschern heute präzise zu rekonstruieren, welchen Veränderungen Gletscher in den vergangenen Jahrhunderten unterworfen waren. Aus dieser glücklichen Verbindung zwischen Ästhetik und exakter Wissenschaft ist ein reizend illustriertes Werk hervorgegangen, dem wir das folgende Kapitel entnommen haben.

Portfolio : Kunst und Materie

Die Alpen aus dem Blickwinkel des Künstlers und Geologen Bernhardt Edmaier : Der Fotograf hat sie überflogen und oskultiert… und dabei die Fährten ihrer Anfänge und ihrer Vitalität aufgespürt, die Intimität ihres Faltenwurfs entblößt. Auf diese Weise legt er uns in einem kürzlich bei den Éditions Glénat erschienen wunderbaren Bildband Jahrmilliarden an Erdgeschichte in Tausend und einem Bild dar.

Hundert Jahre Revue de géographie alpine – wir gratulieren !

2013 feiert diese ehrwürdige alte Dame, die es verstanden hat, ihr etwas strenges Outfit gegen ein moderneres zu tauschen, ihr Hundertjähriges Bestehen. Im Laufe eines Jahrhunderts hat sich der Blickwinkel der Zeitschrift auf die Alpen und die Gebirge der Erde immer weiter entwickelt, so dass sich uns die Veränderungen in Gesellschaft und Geisteswelt der Geographie im Spiegel der Zeit darbieten.

Das Gras wachsen hören

Die Vegetation der Alpen gliedert sich, wie wir bereits in der Schule lernen und auf Wanderungen unschwer erkennen, in Höhenstufen. Doch hinter dieser einfachen Formulierung verbirgt sich eine sehr komplexe, auf Assoziationen von Pflanzen und deren subtilem Austausch basierende Wirklichkeit. Doch wie werden diese «  Pflanzengesellschaften  » auf den Klimawandel reagieren ?

Praktisch : Natur und Wissenschaft in den Alpen

Von Museen und Interpretationszentren bis zu pädagogischen Lehrpfaden und geheimnisumwobenen Grotten, von Nizza bis Wien und von Genf bis Ljublijana, hier finden Sie die schönsten Orte der Alpen, die Ihnen – vor Ort – ein besseres Verständnis der Artikel dieser Ausgabe ermöglichen.

Samivel, Prinz der Höhen

Der schwer einzuordnende und geheimnisvolle Künstler einmal ganz anders : Dieses von den Éditions Glénat in Zusammenarbeit mit dem ethnographischen Museum in Genf herausgegebene Werk vereint eine Auswahl bekanntere und weniger bekannte Werke, die von einem Kunstverständigen unter die Lupe genommen wurden. Samivel, wie Sie ihn noch nie gesehen haben…

Dreihundertjahrfeier : die neuen Grenzen des Friedens von Utrecht

1713 setzen die Verträge von Utrecht dem Spanischen Erbfolgekrieg ein Ende und führen zu einer grundlegenden Umgestaltung der europäischen Staaten. In den südlichen Alpen war dieser Prozess, aus dem das Prinzip der «  natürlichen Grenzen  » hervorging, alles andere als selbstverständlich…

Blackbox für erleuchtete Amateure

Das Musée Dauphinois bringt die Sammlung der Familie Flandrin (mit Bildern von 1840-1940) in einer beachtlichen Ausstellung zur Geltung, welche diese Pioniere des Alpenportraits in den Kontext der Geschichte der Fotografie stellt.

Alpen fernab : die kleinen Prinzessinen des Pamir

Mit ihrer kleinen Tochter Lou hat sich Mariette Nodet auf den Weg gemacht, um den Nomadenhirten und den Lichtern des kleinen Pamir zu begegnen, jener Hochgebirgsregion zwischen Afghanistan, China, Pakistan und Tadschikistan. Ein Reisebericht… und – Seite für Seite – eine Liebeserklärung…

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