L'Alpe

L’Alpe 00 : der vercors im brennpunkt

Übersetzung :Brigitte Hanemann

L’Alpe wendet sich an den Leser, der nach dem Sinn der Dinge sucht und Sachkenntnis erlangen möchte. Zum ersten Mal widmet sich eine Zeitschrift der Zivilisation und dem Kulturgut der europäischen Alpenländer. Ihr Bestreben : informieren dies- und jenseits der sprachlichen Grenzen. Ein Treffpunkt von Emotionen und Entdeckungen, L’Alpe interessiert sich für all die, von der Donau bis zur Rhone, denen es gelungen ist, sich diesem einzigartigen Milieu anzupassen. Zwischen Buch und Magazin, übernimmt sie von ersterem die Behandlung von auserlesenen Texten zu einem Schwerpunktthema, die Gründlichkeit der Analyse, hohe Anforderungen an die Qualität und die Namhaftigkeit angesehener Autoren. Von letzterem übernimmt sie den vierteljährlichen Erscheinungsrhythmus, der gewährleistet, dass Debatten an Inhalt gewinnen, die Überzeugungskraft reichhaltiger Illustrationen, das unersättliche journalistische Interesse und eine zwangsläufig didaktische Herangehensweise. Obgleich sie auf präzises Wissen zurückgreift, handelt es sich bei L’Alpe keineswegs um eine wissenschaftliche Zeitschrift. Sie bedient sich der Beiträge aus Geschichte, Geographie, Archäologie, Ethnologie, usw…, um den Sinn der von den Menschen in dieser Gegend hinterlassenen Spuren zu ergründen. Gleichzeit ist sie jedoch offen für Debatten über die Zukunft der Alpen und Gebirgszüge weltweit.

Der Ozean aus Stein und Fels
Der Ozean in all seiner Unendlichkeit ! Mit seinen Wellen, Inseln, Riffen, Unwettern, Schiffen, Häfen, Klippen, Buchten, Stränden und Gezeiten. Ein seltsamer Vergleich mit dem Meer, wenn man diesen Haufen Schotter, Felsnadeln, Bergspitzen und Gipfel betrachtet. Und dennoch ist mir dieser Vergleich sofort in den Sinn gekommen, als ich das erste Mal den Vercors erblickte.

Eine Welt ohne Menschen ?
Natürlich, aber vom Menschen bewohnt. Ein Detail, das die Regionalparks wohl lange Zeit vernachlässigt haben. Und doch schließt das eine das andere nicht aus : diese Gegenden zu schützen und gleichzeitig die wirtschaftliche Tätigkeit der Bewohner zu fördern. Denn die Parks dürfen nicht zu Reservaten einer vom Aussterben bedrohten Landbevölkerung werden, sondern Versuchsstätten für eine nachhaltige Entwicklung.

Die Lehren aus den Bevölkerungszahlen
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache : Die Bevölkerung im Vercors wächst. Man könnte dies als Zeichen einer positiven Entwicklung interpretieren. Die Wissenschaftler sind jedoch nicht unbedingt dieser Meinung. Bei genauerer Betrachtung zeigen die Statistiken eine Verstärkung der Disparitäten zwischen den verschiedenen Regionen. Eine Untersuchung.

Die Vorgeschichte der Alpen in fünf Minuten
Sie jagten die Gämse oder den Biber und durchstreiften schon die Hochebenen. Kaum hatten die Gletscher den Vercors freigegeben, wurde er wie der gesamte Alpenraum besiedelt und durchstreift. Die Spuren dieser prähistorischen Menschen durchziehen das Gebirge, von den Höhlen, die sie den Bären streitig machen, bis hin zu den Lagerstätten der ersten Hirten.

Die Vercors-Saga
Die Geschichte der Gegend blieb nicht von Geräuschen und Gewalteinwirkung verschont. Schon immer haben die Menschen dieses Schiff aus Kalk, das zwischen den Tälern der Isère und der Drôme festgezurrt ist, durchlöchert und zerfurcht, haben sich dort niedergelassen und die Rohstoffe ausgebeutet. Die Chronik einer Besiedlung durch den Menschen, vom Abbau des Feuersteins bis hin zum Tourismus.

Land und Landschaften
Die Landschaft wurde jahrhundertelang vom Menschen geformt, sie ist etwas vergängliches. Sie ist von allen Seiten bedroht durch die Veränderung unserer Gesellschaft, sie wird zersiedelt und läuft Gefahr, ihre Seele zu verlieren. Dieses Erbe zu schützen ohne es jedoch erstarren zu lassen ist eine dringende Aufgabe, die in eine ganzheitliche Vorgehensweise eingebunden werden muss.

Kulturerbe
Was schützt eigentlich so ein regionaler Naturpark ? Normalerweise das Natur- und Kulturerbe. Im Vercors ist die Kultur im Vergleich relativ benachteiligt. Die Kulturen der Bewohner des Vercors, die für ihre Unterschiedlichkeit bekannt sind ; und die der Offenheit für die Schöpfung, die man zurecht von einer Institution wie dem Park erwarten darf. Die Erstellung dieser Diagnose ist einfach, aber die Lösungen immer problembehaftet.

Die Erfindung einer Gegend
Jung, der Vercors ? Das klingt widersinnig für eine Gebirgsgruppe eines so ehrwürdigen Alters. Und dennoch ist sich der Vercors, der nach innen hin abgeschirmt ist aber sich nach verschiedenen Gegenden hin öffnet, erst sehr spät seiner eigenen Identität bewusst geworden. Von den Geographen aus der Taufe gehoben, hat die Gegend schließlich ihr Image durchgesetzt, trotz einiger Differenzen die fortdauern.

Portfolio : Der Zauber in weiß
Guy Martin-Ravel ist einer der wenigen Bergfotografen, dessen Werk dem der großen Fotografen unserer Zeit ohne jede Scham das Wasser reichen kann. Nach dem Erscheinen des Monumentalwerkes Fragile in den Editions Guérin zeigt er uns hier einen unveröffentlichten Blick : seinen Winter im Vercors.

Traditionen auf dem Vormarsch
Die Authentizität ist in Mode. Man fragt nach Lokalem, Regionalem, Typischem, Traditionellem aus der Gegend. Aber auf welche Herkunft beruft man sich denn ? Und wie kann sie Anstöße in der Region geben ? Typisches wie der Bleu du Vercors Sassenage oder das Fest des Almauftriebs von Die sind in mehrerer Hinsicht beispielhaft. Ein Bericht.

Kulturrevolution in der Landwirtschaft
Von der Quantität zur Qualität, so könnte man das neue Credo der Landwirte bezeichnen. Es ist ein wirkliches gesellschaftliches Anliegen, die landwirtschaftliche Produktion mit dem Naturschutz zu vereinbaren. Ein Wandel, der die Konsumenten ländlicher Gegenden ebenfalls betrifft und für den die Parks bevorzugte Versuchsstätten darstellen.

Die Menschen des Vercors oder des Parks ?
Homogenität der natürlichen und kulturellen Gegebenheiten : trifft dieses grundlegende Kriterium für die Schaffung von regionalen Naturparks auch auf den Vercors zu ? Als geologische Einheit gliedert sich der Park in mehrere Gegenden unterschiedlicher Kultur und Beeinflussung. Dennoch zeichnet sich langsam ein Gefühl der Zusammengehörigkeit zu einem Ganzen ab. Ein Gefühl, das dem Park viel zu verdanken hat.

Neue Zukunftsvisionen schaffen
Der Blick in die Zukunft muss die Landschaftspflegekonzepte leiten. Denn wenn die Städter immer mehr Natur konsumieren, hat die Lebensqualität, die sie dort suchen, einen Preis. Den Schutz dieses ländlichen Naturerbes sicherzustellen und gleichzeitig die Regionalentwicklung auf lokaler Ebene im Rahmen der weltweiten wirtschaftlichen Globalisierung sicherzustellen, ist ein schwieriger Balanceakt. Ansätze für die zukünftige Entwicklung.

Natur zu verkaufen ?
Ein neuer Sozialpakt zwischen Stadtmaus und Landmaus ? Die Idee macht die Runde und sie könnte die unterschiedlichen Bedürfnisse miteinander vereinen, und so das Gleichgewicht zwischen einer Natur zum Nulltarif und der Zahlungskultur wieder herstellen. Der Landschaftsschutz darf nicht zu Lasten der Landbevölkerung durchgeführt werden. Das ist ein Luxus, für den die Städter aufkommen müssen.

Ein Blick durch das Vergrößerungsglas
Erinnerungen, viele Erinnerungen. Der Park ist nicht von heute auf morgen entstanden. Er ist das Werk einer Gruppe von Männer und Frauen, die Verbindungen geknüpft haben, Projekte auf den Weg gebracht haben und für ihre Durchführung gekämpft haben. Jean-Pierre Courtin war einer von ihnen.

Neue Aufgaben für die Parks
Der Umweltgipfel von Rio 1992 markierte eine sehr große Wende hinsichtlich der Perspektiven des Umweltschutzes. Eine sehr günstige Entwicklung für die französischen regionalen Naturparks, die seit dreißig Jahren diesen Ansatz erproben.

Der Vercors morgen
Ein gemeinsames Interview mit Jean Faure und Yves Pillet , frech und zukunftsweisend. Zwei starke Persönlichkeiten, die die Geschichte des regionalen Naturparks des Vercors im Großen und im Kleinen prägen, geprägt haben und weiterhin prägen werden.

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