L'Alpe

L’Alpe 17 : wirtschaft in den bergen

Übersetzung : Brigitte Hanemann

L’Alpe wurde für eine Leserschaft konzipiert, die an Fachwissen interessiert ist und nach dem Sinn der Dinge fragt. Sie ist die erste Zeitschrift, die sich ausschließlich der europäischen Alpinkultur und dem alpinen Kulturerbe widmet. Ihr Bestreben ist es, zu informieren und einen Gedankenaustausch über die nationalen und die sprachlichen Grenzen hinweg zu fördern. Als Forum für Entdeckungen und für Emotionen interessiert sich L’Alpe für all die, denen es zwischen Donau und Rhône gelang, sich an eine einzigartige Umwelt anzupassen. Zwischen Buch und Zeitschrift angesiedelt ist sie wie ein Buch charakterisiert durch tiefgründige Abhandlungen über ein Schwerpunktthema, analytische Klarheit, ein hohes Qualitätsniveau und sie hat sich einen Namen gemacht durch Autoren von Rang. Als Zeitschrift zeichnet sie sich aus durch eine vierteljährliche Erscheinungsform, die gewährleistet, Diskussionen zu führen, besticht durch eine reichhaltige Bildauswahl, ist charakterisiert durch die unersättliche Neugierde des Journalismus und eine notwendigerweise didaktische Herangehensweise. Obgleich l’Alpe auf einem bestimmten Wissensniveau aufbaut, handelt es sich dennoch um keine wissenschaftliche Zeitschrift. Sie verwendet die Beiträge der Geschichte, der Geographie, der Archäologie, der Ethnologie etc., um so den Spuren, die die Menschen in dieser Gegend hinterlassen haben, einen Sinn zuzuweisen. Gleichzeitig steht sie auch Diskussionen über die Zukunft der Alpen und der Berge der Welt offen gegenüber.

Die wissensbasierte Wirtschaft
Holz, Wasser, Dampf, Elektrizität, Schnee und Bytes. So könnte man die Etappen der wirtschaftlichen Entwicklung der Bergregionen im Laufe der Jahrtausende bezeichnen. Heute jedoch kennt der Wissenstransfer keine geographischen Hindernisse mehr. Eine bahnbrechende Entwicklung, die nicht ungenutzt bleiben sollte.

Die Bergbewohner waren da … vor 50.000 Jahren
Jahrtausendelang haben sie die Alpen durchstreift und ihre Ressourcen genutzt, die nomadisierenden Jäger der Steinzeit. Auf der Suche nach Quarz, Murmeltieren oder Steinböcken überwanden sie Pässe und richteten im Hochgebirge Lager ein, in denen sie zahlreiche Fundstücke hinterließen. So waren die Alpen lang vor ihrer Besiedlung Bestandteil der Subsistenzwirtschaft der ersten Alpenbewohner. Eine Ausstellung in den Museen von Sion (Wallis) lädt zu einer Entdeckungsreise in 50.000 Jahre faszinierender Geschichte ein.

Unsere Vorfahren, die Allobroger
Diese Gallier der Alpen, die aus umherziehenden Bevölkerungsgruppen hervorgingen und eher kriegerisch orientiert waren, erreichten innerhalb weniger Jahrhunderte einen bemerkenswerten wirtschaftlichen Wohlstand unter der Schutzherrschaft eines römischen Reiches, das damals stark in Wachstum begriffen war. Im Umfeld von Handwerkern, Händlern, Landbewohnern und großen landwirtschaftlichen Gütern entwickelte sich so eine erste alpine Bevölkerung, die die Privilegien der Künste, der irdischen und intellektuellen Genüsse sowie der Bürgerschaft genießt. Eine Zeitreise.

Andere Bergregionen : Für einige Taler mehr
In diesem Tal mit Silberbergbau im Erzgebirge, einem Grenzgebirge zwischen Deutschland und der heutigen Tschechischen Republik, wurden die ersten Münzen Europas geprägt : der Taler. Diese Bezeichnung ist der Ursprung des Begriffes „Dollar  »

Die «  Goldader  »
Der Tag ist angebrochen. Du hast unbewusst deinen Atem dem Rhythmus deiner Schritte angepasst. Ein langsames, regelmäßiges Atemholen. Der Hang ist steil, die Steine des Weges knirschen unter deinen Sohlen.

Das Geld der fahrenden Händler
Die Globalisierung der Wirtschaft gibt es nicht erst seit gestern. Ab dem15. Jahrhundert bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bestimmten Hausierer und fahrende Händler auf ihre Art die Geldströme zwischen den Bergdörfern und dem Flachland. Sie dehnten bisweilen ihre Handelstätigkeit bis nach Amsterdam oder Cadix aus. Laurence Fontaine untersuchte bis ins Detail die Buchhaltung von Jean Giraud, einem Händler, der aus einem kleinen Dorf im Oisans (Dauphiné) stammte.

Der Ertrag aus Stein
Sie versilberten die Erzeugnisse ihre Steinbrüche, diese Alpenbewohner, die jahrhundertelang die Berge zerschnitten um Mühlsteine herzustellen. Die riesigen Steinräder waren aufgrund ihrer außergewöhnlichen Qualität sehr begehrt und wurden deshalb nach ganz Frankreich exportiert. Ein sehr lukrativer Handel, der manchmal spektakuläre Spuren hinterließ.

Die schlechten Geschäfte mit dem Lavendel
Sie duftete betörend, die Essenz von Berglavendel, die Tröpfchen für Tröpfchen mit rustikalen Destilliergeräten hergestellt wurde. Dieses kompliziert hergestellte Produkt der Seealpen erlebte seinen Höhepunkt am Beginn des 20. Jahrhunderts. Aber der rentablere Anbau von Lavandinpflanzen auf niedriger Höhe besiegelte schließlich das Ende dieses Wirtschaftssektors.

Die sagenhafte wirtschaftliche Bedeutung der Wasserkraft
Bedeutet die Nutzung der Wasserkraft ganz am Anfang des 20. Jahrhunderts den Beginn einer neuen Wirtschaftsweise in den Nordalpen ? Welche Bedeutung hatten bei diesem Aufschwung lokale Initiativen und Eingriffe von außen ? Welche Rolle spielte dieser Zyklus hinsichtlich der Fähigkeit dieser Regionen, sich an zukünftige Entwicklungen anzupassen ? Erklärungsansätze.

Der Fall des Ikarus
Die Swissair war in der ganzen Welt bekannt als Symbol des wirtschaftlichen Erfolges einer kleinen Fluggesellschaft aus einem kleinen Alpenland. Am Jahrtausendwechsel riss jedoch der Ariadnefaden. Vom Abheben bis zum Absturz, die Legende eines schweizer Mythos aus der Innensicht.

Ihr kleines Unternehmen kannte keine Krise
Eine Dynastie von Fotografen, nämlich die Martinottos, hat Grenoble ein Jahrhundert lang beherrscht. Ihr Blick wandte sich der Stadt und den Bergen zu, aber auch ihren Zeitgenossen. Eine Ausstellung des Musée dauphinois versucht, ein wahrhaft künstlerisches Werk voller Sensibilität darzustellen, das weit mehr ist als nur ein wirtschaftlicher Erfolg ohne jeglichen Makel.

Der Ansturm auf das «  Weiße Gold  »
Der «  Plan Neige  » der in den 70er Jahren in Kraft trat, führte dazu, dass der Wintertourismus in den französischen Alpen von einem bedeutungslosen, unorganisierten Handwerk zu einer richtiggehenden Skiindustrie wurde. Eine generalstabsmäßig geplante Operation, die rein kapitalistisch orientiert war. Sie blieb nicht ohne Kollateralschäden, unter deren Nachwirkungen die wirtschaftliche Entwicklung in den Alpen heute immer noch leidet.

Das Doppelleben der Älpler
Fahrender Händler oder Skilehrer, zahlreich sind die saisonalen Jobs, die die Bergbauern ausübten, um die mageren Erträge ihres Bodens aufzubessern. Diese jahrhundertelange Nebenerwerbstätigkeit gibt es in den verschiedensten Erscheinungsformen, je nach Region und Zeitpunkt. Aber sie bleibt eine nicht wegzudenkende Komponente des Wirtschaftssystems der Alpenregionen.

Die aufgegebene Befestigungsanlage
Als Paradoxon der Neutralität musste die Schweiz eine beeindruckende militärische Strategie entwickeln, um ihr Territorium zu verteidigen. Berge, Pässe und Hohlwege wurden so mit einem gigantischen Netz an Befestigungsanlagen versehen. Heute sind diese unnütz und wurden deshalb stillgelegt. Zum Beispiel Saint-Maurice, an den Pforten des Wallis : dieser Ort ist das Thema eines schönen Buches der éditions Pillet. Auszüge einer Fotoreise von Bernard Dubuis in die Zitadelle im Dornröschenschlaf.

Die Rhône und der Wein
Die Rhône entspringt einem Gletscher im Herzen der Alpen und durchfließt vom Anfang ihres Flusslaufes an Weinberge. Dem Wein gefällt es am Ufer dieses großen Flusses, einem wichtigen Transport- und Handelsweg. Von den Bergen des Wallis bis zu den Hügeln des Gard durchfließt er eine unendliche Vielfalt von Landschaften, menschlichen Abenteuern und seit der Antike bekannten Rebsorten. Ein Buch, das im Oktober in den editions Glénat erscheinen wird führt uns das Wasser entlang auf eine geographisch-historische Wein-Kreuzfahrt, vom Wein der Berge zum Wein der Sandböden. Auszüge.

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