L'Alpe

L’Alpe 24 : die stadt in den bergen

Übersetzung : Alexandra Orgaz

L’Alpe ist die erste Zeitschrift, die sich ausschließlich dem alpinen Kulturerbe Europas widmet, und wendet sich an eine Leserschaft, die ihren Wissenshorizont erweitern und hinterfragen möchte. Ihr Ziel : über Sprachbarrieren hinweg informieren. Als Forum für Entdeckungen und Begegnungen richtet L’Alpe das Augenmerk auf die Menschen, die sich zwischen Donau und Rhône einem einzigartigen Lebensraum angepasst haben. L’Alpe weist sowohl Merkmale eines Buches als auch eines Magazins auf : Auf der einen Seite enthält L’Alpe Beiträge renommierter Autoren zu einem thematischen Schwerpunkt, die sich durch analytische Klarheit und ein hohes Niveau auszeichnen. Auf der anderen Seite erscheint L’Alpe in vierteljährlichen Abständen und bietet so hinreichend Raum für Diskussionen. Auch die vielseitige Illustration, die journalistische Neugier und der didaktische Ansatz sind Kennzeichen eines anspruchsvollen Magazins. Obwohl L’Alpe sich auf ein solides Faktenwissen stützt, erhebt die Zeitschrift keinen wissenschaftlichen Anspruch ; Geschichte, Geographie, Archäologie und Ethnologie dienen als Rahmen, um Spuren und Zeugnisse, welche die Menschen im Alpenraum hinterlassen haben, richtig einordnen zu können. Doch L’Alpe wendet den Blick nicht nur in die Vergangenheit, sondern ist auch offen für Diskussionen über die Zukunft der Alpen und der Gebirgsregionen in aller Welt.

Alpenstädte in der Geschichte
Schon immer gab es wenig Städte in den Bergen – eine Tatsache, die sich wie ein roter Faden durch die Jahrhunderte zieht. Eingeschnürt in ihr geographisches Korsett und Spielball politischer Erwägungen, blieb das Wachstum der alpinen Siedlungen stets weit hinter dem anderer Orte zurück. Die Besonderheiten dieser Entwicklung aus dem Blickwinkel des Historikers.

Eine Frage der Definition
Was ist eine Alpenstadt ? Diese Frage ist weit komplexer als man zunächst annehmen möchte. Und sie zieht zwei weitere, ebenso elementare Fragen nach sich : Was ist eine Stadt und was sind die Alpen ? Die Antwort des Geographen.

Die Alpen als Wahrzeichen
Kassenschlager oder ideeller Wert ? Die Zugehörigkeit zu den Alpen, die heutzutage so viele Orte für sich beanspruchen, ist weit mehr als nur ein Markenzeichen. Sie ist ein Politikum und scheint innovative Kräfte freizusetzen. Jahrhundertelang galten sie als Gegensätze – nun verbinden sich Berg und Stadt zu einem neuartigen Lebensraum.

Vielleicht spinnen sie ja doch nicht, die Römer
Die Stadt als Zivilisationswaffe ? Bei den Römern manifestierte sich der Sieg der Ordnung über das Chaos in einer systematischen Städteplanung. Und in der Verwandlung wilder Bergbewohner in friedliche Bürger. Die antike Siedlung Aosta – heute ein Mythos – war ein beeindruckendes Symbol für die Macht des römischen Imperiums in den Alpen. Über Jahrhunderte hinweg brauchte sie den Vergleich mit Rom nicht zu scheuen.

Krieg und Spiel
Wein, Weib, Gesang – und natürlich das Spiel : Freuden, die der Soldat des 18. Jahrhunderts nur in Grenoble findet, wo die „Spielhöllen  » florieren. In der Hauptstadt der Dauphiné, die alle Zerstreuungen einer großen Stadt bietet, können die zechfreudigen Krieger der Langeweile ihrer Grenzgarnisonen entfliehen.

Die Zentralalpen : Entente Cordiale ?
Von Bayern bis Tirol reiht sich Ort an Ort. Doch unterschiedlicher könnten sie nicht sein : Auf der einen Seite eine Metropole im flachen Land, die das Gebirge quasi assimiliert und seine Identität ausradiert hat. Auf der anderen Seite die „echten  », blühenden Bergortschaften, die entlang der Täler entstanden sind. Und die durch eine zunehmende Verstädterung in ihrer Unabhängigkeit gefährdet sind.

Turin und die Alpen : eine Hassliebe
Die olympischen Spiele werden nichts daran ändern : Seit Jahrhunderten sind die Beziehungen zwischen der Hauptstadt des Piemont und seinen Bergen durchwachsen. Ein Ballungszentrum mit mehr als einer Million Einwohner (vergleichbar mit Lyon), das den Alpengipfeln so nah ist, macht diese zwangsläufig zur Beute.

Stein und Asphalt
Ist der Berg eine Schöpfung der Stadt ? Der Städter domestiziert ihn, indem er ihn in seinen Garten trägt – und seine eigene Vorstellungswelt ins Gebirge mitnimmt. Wie sich der Mensch in diesem Wechselspiel die Berge aneignet.

Für ein neues Gesicht der Bergstädte
Als Metropolen der weißen Pracht fanden die Wintersportorte neue Formen, die Berge zu bewohnen. Einst Pioniere des alpinen Städtebaus drohen sie nun, in einer Sackgasse rustikal-alpenländischen Stils zu enden. Plädoyer für eine Rückkehr zur architektonischen Kreativität.

Utopie aus Kristall : Bruno Taut
Berge in Glas, die von einer besseren Welt künden ? Der Zauber, den die Welt aus Stein auf Maler ausübte, ist bekannt. Anfang des 20. Jahrhunderts ließ sich auch ein Architekt zu einem großen Projekt inspirieren, das er allen Menschen dieser Erde widmete : die „alpine Architektur  ».

Das Ende der Souvenirs
In Grenoble, nicht weit vom Bahnhof entfernt, wurde vor kurzem das letzte Alpen-Souvenirgeschäft geschlossen. Mitten in der Hektik der Stadt verkörperten Kuckucksuhren und andere Erinnerungsstücke eine Bergidylle, die sich mit nach Hause nehmen ließ.

Bauern in der Stadt, Städter auf dem Land (von Sylvie Friess)
Seit mehreren Jahren fängt Sylvie Friess mit ihrem Objektiv Familienbilder ein, wie man sie kaum aus normalen Fotoalben kennt. In einem heiter-gleichgültigen Nebeneinander zeigt sie uns Bewohner der Sozialwohnungen in Chambéry-le-Haut Seite an Seite mit savoyischen Bauern. Zeugen eines zugleich urbanen und ländlichen Alltags, der langsam zur Normalität wird.

Katmandu 2058
Die Fotografien von Frédéric Lecloux zeigen das Bild einer Stadt, die den Touristen aus dem Westen gänzlich unbekannt zu sein scheint. Handelt es sich wirklich um dieselbe Reise, die uns unsere Alpinisten unermüdlich in den Bergsteigermagazinen schildern ? Diese bemerkenswerte, viel beachtete Arbeit vermittelt alles andere als banale Exotik.

Enzyklopädie der Alpen : Meister und Gesellen
Mehr noch als auf dem flachen Land war das Handwerk in den Alpen von je her existenziell für das Überleben und die Entwicklung der Dorfgemeinde. Die hier entstandenen spezifischen Fertigkeiten waren so gefragt, dass sie sogar in flachere Regionen exportiert wurden. Doch die Landflucht hat das alpine Handwerk in seinen Grundfesten erschüttert.

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