L'Alpe

L’Alpe 46 : Transatlantische Alpen

Übersetzung : Christiane Krieger

L’Alpe ist die erste Zeitschrift, die sich ausschließlich dem alpinen Kulturerbe Europas widmet, und wendet sich an eine Leserschaft, die ihren Wissenshorizont erweitern und hinterfragen möchte. Ihr Ziel : über Sprachbarrieren hinweg informieren. Als Forum für Entdeckungen und Begegnungen richtet L’Alpe das Augenmerk auf die Menschen, die sich zwischen Donau und Rhône einem einzigartigen Lebensraum angepasst haben. L’Alpe weist sowohl Merkmale eines Buches als auch eines Magazins auf : Auf der einen Seite enthält L’Alpe Beiträge renommierter Autoren zu einem thematischen Schwerpunkt, die sich durch analytische Klarheit und ein hohes Niveau auszeichnen. Auf der anderen Seite erscheint L’Alpe in vierteljährlichen Abständen und bietet so hinreichend Raum für Diskussionen. Auch die vielseitige Illustration, die journalistische Neugier und der didaktische Ansatz sind Kennzeichen eines anspruchsvollen Magazins. Obwohl L’Alpe sich auf ein solides Faktenwissen stützt, erhebt die Zeitschrift keinen wissenschaftlichen Anspruch ; Geschichte, Geographie, Archäologie und Ethnologie dienen als Rahmen, um Spuren und Zeugnisse, welche die Menschen im Alpenraum hinterlassen haben, richtig einordnen zu können. Doch L’Alpe wendet den Blick nicht nur in die Vergangenheit, sondern ist auch offen für Diskussionen über die Zukunft der Alpen und der Gebirgsregionen in aller Welt.

Hiesiges

Die neuen Grenzen der Immigration

Der Migrant von heute ist kein Entwurzelter mehr. Dank Mobiltelefon und Internetanschluss ist er von seinem Heimatland, seiner Familie nicht mehr wirklich getrennt. In diese neue Realität, für die Bergnomaden der letzten beiden Jahrhunderte noch völlig undenkbar, gewährt uns die Soziologin Dana Diminescu einen Einblick.

Alpenblues

1982 kam der Schweizer Walter Liniger nach Mississippi. Heute ist er ein herausragender Spezialist des Blues, den er an verschiedenen Universitäten lehrt –in den Staaten, wohl gemerkt ! Und den er selbst spielt. In einer originellen Verschmelzung von Kulturen und Traditionen, wie ein Entwurzelter. In zwei Heimatländern, zwei Sprachen heimisch, und doch nirgends zuhause. Außer vielleicht in seiner Musik. Der Musik des Exils.

Jazz im Hause Savoyen

Im historischen Viertel von New Orleans wird man auf Schritt und Tritt an Claude Gurlie und Joseph Guillot erinnert, zwei Architekten aus dem Savoyen, die Anfang des 19. Jahrhunderts nach Übersee auswanderten. Die Geschichte zweier Unternehmer aus Samoëns (Departement Haute-Savoie), die in Louisiana den Weg zum Erfolg fanden.

Marie PittetDas Mädchen und die Patagonier

Ende des 19. Jahrhunderts muss sich Chile mit Argentinien noch um seine Landesgrenze im Süden streiten. Um das Staatsgebiet zu konsolidieren ermutigt die Regierung alpenländische Siedler, sich in diesem abgelegenen Winkel der Erde niederzulassen, der damals nur von einigen wenigen patagonischen Stämmen bewohnt wurde. Unter den Siedlern befindet sich auch ein junges Mädchen, Marie Pittet, das sich, nach einigen schier unglaublichen Abenteuern, nur wenige Kabellängen vom Kap Horn entfernt, ein neues Leben aufbauen wird.

Neuauflage

Von Barcelonnette nach Mexiko

Émile Chabrand, ein angesehener Bürger des Ubaye-Tals, unternimmt 1882 eine lange Reise, die ihn über Indien und den Fernen Osten nach Mexiko bringt, wo er zwanzig Jahre leben wird. Zehn Jahre später veröffentlicht er einen farbenfrohen Bericht über diese Weltreise und wird dafür von der Académie française mit einem Preis ausgezeichnet. Auszüge.

Kulturaustausch über den großen Teich hinweg

Im Musée de la Vallée in Ubaye finden sich zahlreiche Zeugnisse für die lokalen Abwanderungen. Bereichert wird dieser Fundus noch heute durch einen steten Austausch über den Atlantik hinweg. Über das Museum und mehrere Vereine sind Verbindungen entstanden, die die Sammlung und den Dialog unter den Nachkommen der Auswanderer mit immer neuem Material versorgen. Ein schönes Stück menschlicher Geschichte.

Tagebuch eines Piemontäsen unter Cowboys

Einmal Italien-Kalifornien… und zurück ! 1909 kehrte Bartolomeo Marino, der aufgebrochen war, um sich als Hirte in den Ausläufern der Sierra Nevada zu verdingen in sein Heimattal zurück. Im Gepäck hatte er eine gut bestückte Brieftasche und zahlreiche Fotografien und kleine Notizhefte, die von seinem kalifornischen Abenteuer zeugen.

Praktisch

Adressen, Websites und Routen diesseits und jenseits des atlantischen Ozeans auf den Spuren der alpenländischen Auswanderer.

Ausstellung

Mit Blick auf den See

In Annecy hinterfragt eine umfangreiche Ausstellung die Perspektiven unter denen seit dem 15. Jahrhundert die alpenländischen Seen betrachtet wurden. Wie haben Künstler die Ufer in Szene gesetzt ? Wie ist die Tourismusbranche diese Aufgabe angegangen ? Zu sehen bis Oktober 2009 im Schlossmuseum und im Palais de l’Île.

Tunnelbau und Gobelin im Wallis

Die große Bahnstreckenführung durch den Berg ist Thema eines monumentalen Gobelins, der unter der Ägide der Künstlerin Maria Ceppi entstand und im Musée d’Art von Sitten zu sehen ist. Ein erstaunliches Werk, dessen Gestaltung und Anfertigung die zwei Gesichter eines Schweizer Kantons im Spannungsfeld zwischen Tradition und moderner Technologie widerspiegelt.

Meine Alm

Turin und mehr

Wo die Begegnung mit einem einfachen Bergmenschen an einer Wegbiegung im Aostatal zum Nachdenken über unsere Wahrnehmung der Welt einlädt. Berge gelebt und gelesen. Ein Beitrag, der an die Veröffentlichung persönlicher Zeugnisse unserer Autoren anknüpft, mit der wir in unserer Jubiläumsausgabe letzten Winter begonnen haben.

Portfolio

Sepiabraun im Blickpunkt

Im Herbst werden im Musée de l’Ancien Évêché in Grenoble die Anfänge der Fotographie im Departement Isère enthüllt. Die Ausstellung ist eine Hommage an die Landschaftsfotographie… und dokumentiert darüber hinaus die Arbeitsbedingungen und Praktiken der Fotographie zwischen 1840 und 1880. Ausgangspunkt sind mehr als zweihundert bisher unveröffentlichte Fotographien aus privaten Sammlungen.

WatzmannHöhen, von denen deutsche Künstlerseelen träumen

Der Watzmann ist ein symbolträchtiger Gipfel in Bayern, dessen markante Silhouette ins Auge fällt. Insbesondere, wenn es sich um Künstleraugen handelt. Die zahlreichen Darstellungen dieses Berges reichen mehr als vierhundert Jahre zurück. Jede einzelne ist ein Spiegelbild der Wahrnehmungsfähigkeit und des Zeitgeists der jeweiligen Epoche. Ein Zeugnis in sieben Bildern.

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